01.07.2021

Ein RBN-Gespräch mit Helmut Lippl, Geschäftsführer der Visual Merchandising-Agentur Retail Therapy, über die Vorteile des Outsourcens von VM-Leistungen.

 

Retailbrandnews: Herr Lippl, Sie sind Geschäftsführer der Visual Merchandising-Agentur Retail Therapy. Was genau verbirgt sich hinter diesem Namen?

Helmut Lippl: Unser Name ist Programm: wir therapieren Schaufenster und Verkaufsflächen, und zwar so, dass sie für die Retailer maximale Gewinne bei geringen Kosten erzielen und aus Kunden nachhaltig „Fans“ generieren.

 

RBN: Was raten Sie Retailern?

Lippl: Ich rate ihnen, ihre Visual Merchandising-Aktivitäten zu intensivieren. Denn, dass Visual Merchandising-Einsätze am PoS extrem wichtig sind, um die Abverkäufe zu steigern, ist unbestritten.

 

RBN: Also wäre es absolut fatal, an dieser Stelle zu sparen, wie es so manche Retailer bereits praktizieren?

Lippl: Definitiv. Denn, gerade jetzt zum Neustart nach dem Lockdown ist es immens wichtig, sich dem Kunden eindrucksvoll zu präsentieren.

Außerdem sind wir der Überzeugung, dass gute Visual Merchandising-Konzepte keine kurzfristige Milderung bedeuten, sondern langfristige Erfolge bewirken sollten, gerade jetzt während der schon lange anhaltenden Corona-Krise. Es braucht also kein Pflaster, sondern eine Therapie.

 

RBN: Warum sollte ein Retailer seinen Flächensupport outsourcen?

Lippl: Der Einsatz von ausgebildeten VM-Freelancern stellt für den Retailer die kostengünstigste und effektivste Alternative dar.

 

RBN: Und warum kostengünstiger?

Lippl: Nach unseren Berechnungen kostet ein reisender, festangestellter Visual Merchandiser den Retailer im Jahr mit allen Nebenkosten (Lohnnebenkosten, Firmenfahrzeug, Laptop, Verpflegungsmehraufwendungen usw.) bedeutend mehr.  Bei den etwa 200 Tagen an Einsatzzeiten im Jahr kommen wir auf einen Stundensatz von etwa 90 bis 100 Euro. Da stellt natürlich ein Freelancer eine wesentlich günstigere Alternative dar.

 

RBN: Gibt es weitere Argumente, den VM-Support outzusourcen?

Lippl: In jedem Fall: Gerade letzte Woche habe ich ein Team von VM’s nach Hamburg geschickt, um dort die Fenster und Verkaufsflächen installieren zu lassen. Der Grund war, dass der Retailer kein Personal zur Verfügung hatte.

Man darf nicht vergessen, dass sich viele Gestalter für visuelles Marketing während der Corona-Pandemie andere  Jobs suchen mussten und jetzt dem Markt fehlen. Hinzu kommen natürlich krankheitsbedingte Ausfälle oder Urlaub. Das heißt im Klartext: wir lösen die logistischen Probleme der Retailer mit unserem Freelancer-Team und das sehr kurzfristig und unbürokratisch.

 

RBN: Was ist das Besondere an Retail Therapy und wie hebt sich die Agentur im Markt ab?

Lippl: Wir sind eine kleine, sehr bewegliche Agentur, ohne großen Apparat im Rücken und dadurch sehr schnell, flexibel und kostengünstig.

Wir, mein Team von hochprofessionellen und sehr gut ausgebildeten Visual Merchandisern und ich, konzentrieren uns voll und ganz auf unsere Kunden und deren Verkaufsflächen und Schaufenster. Wir setzen zielgenau die Guidelines der VM-Abteilungen um, indem wir uns intensiv mit den Mitarbeitern der VM-Abteilungen austauschen.

Ein sehr wichtiger Aspekt ist auch die Zusammenarbeit mit den Store-Managern vor Ort und deren Schulung durch uns. Denn nur gemeinsam erreicht man eine nachhaltige Steigerung der markenbildenden und verkaufsfördernden Warenpräsentation.

Zudem ist für unsere Geschäftspartner immer ein Ansprechpartner erreichbar, der sofort auf deren Probleme vor Ort reagiert. Jede Mail, jede telefonische Anfrage wird innerhalb kürzester Zeit beantwortet.

Der intensive Kontakt und der regelmäßige Austausch zwischen Retail Therapy und den Teammitgliedern sowie der faire Umgang untereinander tragen dazu bei, dass hervorragende Ergebnisse in den Schaufenstern und auf der Fläche erzielt werden.

Und nicht zu vergessen: wir wollen auf keinen Fall Retailer dazu animieren, die eigenen VM-Abteilungen auszudünnen und Gestalter für visuelles Marketing auszustellen. Unser Anliegen ist es, die VM-Abteilungen und deren Mitarbeiter tatkräftig zu unterstützen.

 

RBN: Welche Kunden betreuen Sie aktuell?

Lippl:  Unser Portfolio ist bunt gemischt. Vom klassischen Textil-Einzelhändler, über Sporthändler bis hin zu großen Marken mit einem großen Filialnetz. Wir haben uns zudem eine große Kompetenz für Spartenbereiche wie Orthopädie und Medizin angeeignet. Wir sind immer offen für Neues und sehen die Herausforderungen unserer Kunden als unsere eigenen Herausforderungen an. Dadurch entstehen immer wieder Innovationen – wie zum Beispiel unser neues VM Reporting Tool VEAM.

 

RBN: Was ist VEAM?

Lippl: VEAM steht für „Visual Teams“ und ist eine neue Online-Plattform, auf der man unkompliziert Visual Merchandising-Reports erstellen und verwalten kann. Doch VEAM kann über dies hinaus noch viel mehr.

 

RBN: … zum Beispiel?

Lippl: Der direkte Upload von Bildern über das Mobiltelefon sowie das Ausfüllen von Checklisten, vergeben von To-Do’s und eine umfängliche Suchfunktion machen VEAM zur idealen Datenbank für Visual Merchandising-Reports. Diese können dann jederzeit als PDF-Datei versendet werden bzw. über einem definierten Workflow an Schlüsselpositionen zugestellt werden.

 

RBN:  Was unterscheidet VEAM von anderen Anwendungen?

Lippl:  Die Einfachheit und die völlige Flexibilität in Bezug auf Kundenwünsche. Für unseren Kunden Marc Cain zum Beispiel wurde die Oberfläche direkt in englischer Sprache erstellt und die Menü-Struktur den Marktbedingungen angepasst.

 

RBN: Wie lange dauert die Installation von VEAM?

Lippl: Das hängt vom Anforderungskatalog des Kunden ab. In der Regel sind wir allerdings nach wenigen Tagen startklar und können direkt mit den ersten Reports beginnen.

 

RBN: Welche weiteren Vorteile bietet VEAM?

Lippl:  Für Administratoren gibt es ein ganzheitliches Control-Center. Hier können Analysen zu Einsätzen z.B. wie oft ein Kunde pro Kalenderjahr besucht wurde, getätigt werden. Zudem bietet VEAM für Area Visual Merchandiser eine Kalenderfunktion. Heißt, hierüber können Kundentermine geplant und koordiniert werden. Ein Admin sieht also direkt, wo sich an welchem Tag Teammitglieder befinden.

 

RBN: Wie skalierbar ist VEAM?

Lippl:  Es gibt hier keine Grenzen. von 5 bis 50 User oder mehr können angebunden werden. VEAM ist keine APP, sondern ein abgeschlossenes Internetportal, das über jeden Webbrowser oder mobiles Endgerät erreicht werden kann.

 

RBN: Herr Lippl, vielen Dank für das Gespräch.

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir sind gerne für Sie da:

www.retail-therapy.eu  lippl@retail-therapy.eu

 

Interview: Philipp Knab

Foto: Projekt Foto / Bildmotiv: Helmut Lippl