Pop-up-Stores, Shop-in-Shop-Flächen und temporäre Markeninszenierungen haben sich im Retail längst als feste Formate etabliert. Sie ermöglichen es Marken, neue Standorte zu testen, Produkte gezielt zu inszenieren oder für begrenzte Zeit zusätzliche Präsenz zu schaffen. Gerade weil diese Formate oft schnell geplant und umgesetzt werden müssen, entstehen interessante Chancen für spezialisierte Dienstleister.
Geschwindigkeit wird zum Erfolgsfaktor
Temporäre Retail-Konzepte haben meist enge Zeitfenster. Zwischen Planung, Produktion, Aufbau und Eröffnung liegen teilweise nur wenige Wochen. Gefragt sind deshalb Partner, die flexibel reagieren und verschiedene Leistungen miteinander verbinden können – von der technischen Planung über Ladenbau und Produktion bis hin zu Visual Merchandising, Installation und Rückbau. Entscheidend ist dabei weniger die Größe des Dienstleisters als die Fähigkeit, kurzfristig verlässlich zu liefern.
Shop-in-Shop braucht präzise Umsetzung
Bei Shop-in-Shop-Konzepten kommt eine weitere Herausforderung hinzu: Die Markenwelt muss sich klar erkennbar vom Umfeld abheben und gleichzeitig in die bestehende Verkaufsfläche integrieren. Materialien, Licht, Möbel, Grafik und Warenpräsentation müssen deshalb exakt aufeinander abgestimmt werden. Für spezialisierte Anbieter ergeben sich daraus Möglichkeiten in den Bereichen Store Design, Ladenbau, Lichtplanung, Produktion und Visual Merchandising.
Temporäre Flächen als Testfeld
Pop-up-Stores werden zudem zunehmend genutzt, um neue Konzepte, Standorte oder Zielgruppen zu testen. Dadurch entstehen Projekte, die bewusst kleiner starten, sich bei Erfolg aber schnell weiterentwickeln können. Aus einem einzelnen Pop-up kann später ein dauerhaftes Store-Konzept oder ein größerer Roll-out entstehen. Für Dienstleister kann gerade dieser frühe Einstieg besonders interessant sein.
Chancen für flexible Teams
Temporäre Projekte benötigen häufig Partner, die mehrere Aufgaben übernehmen können und eng mit Agenturen, Marken und Vermietern zusammenarbeiten. Interessant sind deshalb insbesondere Anbieter, die Planung und Umsetzung verbinden oder kurzfristig zusätzliche Kapazitäten bereitstellen können.
RBN Opportunity: Pop-up-Stores, Shop-in-Shop, Store Design, Ladenbau, Produktion, Visual Merchandising, Installation, Logistik und Rückbau.
Domagoj – Visual – Concepts und Kreativer aus Leidenschaft.
Visual Marketing mit Haltung
Domagoj Mršić entwickelt mit seiner Agentur „Domagoj – Visual – Concepts“ visuelle Konzepte für Marken und Händler am Point of Sale. Seit mehr als 25 Jahren verbindet der Creative Director dabei Visual Marketing, Mode, Kunst und Retail Design zu individuellen Markenwelten.
Sein Anspruch geht weit über klassische Dekoration hinaus. Räume und Verkaufsflächen sollen Geschichten erzählen, Produkte inszenieren und eine emotionale Verbindung zwischen Marke und Kundinnen und Kunden schaffen. Aus Ideen entstehen so visuelle Erlebnisse, die einen hohen ästhetischen Anspruch mit konkreten Anforderungen des Handels verbinden.
Von der Gestaltung zur Markenwelt
Die Grundlage für seine Arbeit legte Mršić mit einem Studium im Bereich Mode und Design sowie einer Ausbildung zum Gestalter für visuelles Marketing – damals noch unter der Berufsbezeichnung Dekorateur. Was zunächst als Nebenjob während des Studiums begann, entwickelte sich schnell zu seiner beruflichen Leidenschaft.
Heute fließt diese langjährige Erfahrung in maßgeschneiderte Konzepte für Fashion- und Lifestyle-Unternehmen ein. Zu seinem Arbeitsfeld gehören unter anderem Window-Dressing, Instore-Gestaltung, Visual Marketing, Retail Architecture, Objektdesign sowie die Konzeption von Showrooms und Messeständen.
Im Laufe seiner Karriere arbeitete Mršić mit zahlreichen internationalen Unternehmen der Fashion- und Lifestyle-Branche zusammen. Entscheidend ist für ihn dabei, die Persönlichkeit einer Marke sichtbar zu machen und Produkte nicht isoliert, sondern innerhalb einer eigenständigen visuellen Welt zu präsentieren.
Ein Beispiel dafür war die Entwicklung des aufwendigen Messestand-Konzepts für Genesis Display auf der EuroShop. Architektur, Licht, Farbe, Musik und Mannequins wurden dort zu einem multisensorischen Gesamtauftritt verbunden. Auch bei Projekten für Jades in Düsseldorf zeigt sich sein Ansatz, Mode, Raum und Inszenierung miteinander zu verbinden.
Kunst, Emotion und Nachhaltigkeit
Eine besondere Rolle spielt in Domagoj Mršićs Arbeit die Verbindung von Kunst und Mode. Seit vielen Jahren integriert er Künstler und künstlerische Arbeiten in seine Projekte. Für ihn ergänzen sich beide Bereiche und eröffnen neue Möglichkeiten, Verkaufsflächen überraschend und emotional zu gestalten.
Dabei verändert sich auch das Visual Marketing selbst. Digitale Technologien und künstliche Intelligenz eröffnen neue Möglichkeiten für Entwurf, Kommunikation und Umsetzung. Gleichzeitig gewinnt ein verantwortungsvoller Umgang mit Materialien und Ressourcen an Bedeutung.
Nachhaltigkeit versteht Mršić deshalb nicht als kurzfristigen Trend, sondern als Bestandteil moderner Gestaltung. Konzepte sollen nicht nur ästhetisch überzeugen, sondern auch ressourcenschonend geplant und möglichst langlebig umgesetzt werden.
Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Partnern und Produzenten bietet Sayonara Visual Concepts ein umfassendes Leistungsspektrum – von der ersten Idee und Konzeptentwicklung bis hin zur Produktion und Installation am Point of Sale.
Das Ziel bleibt dabei immer dasselbe: Marken und Produkte authentisch, unverwechselbar und wirkungsvoll zu präsentieren – und Räume zu schaffen, die im Gedächtnis bleiben.
Warum Besucherzahlen allein noch nichts über die Qualität einer Verkaufsfläche aussagen
Ein gut besuchter Store ist nicht automatisch ein gut funktionierender Store. Entscheidend ist nicht nur, wie viele Menschen eine Fläche betreten, sondern auch, wo sie sich bewegen, wo sie verweilen und welche Bereiche sie kaum wahrnehmen.
Gerade in größeren Verkaufsflächen entstehen immer wieder Zonen, die trotz guter Gesamtfrequenz wenig Aufmerksamkeit erhalten. Produkte bleiben dort unter ihren Möglichkeiten, Displays werden kaum wahrgenommen und wertvolle Fläche trägt nur begrenzt zur Gesamtperformance bei.
Frequenz ist nur der Anfang
Klassische Besucherzahlen zeigen, wie viele Kunden einen Store betreten. Sie beantworten jedoch nicht die Frage, was innerhalb der Fläche passiert.
Für die Bewertung einer Verkaufsfläche sind deshalb weitere Faktoren interessant: Welche Bereiche ziehen Besucher an? Wo entstehen längere Aufenthaltszeiten? Welche Zonen werden lediglich durchquert – und welche nahezu vollständig gemieden?
Erst aus dieser Betrachtung entsteht ein differenzierteres Bild der tatsächlichen Store Performance.
Wenn Gestaltung messbar wird
Die Ursachen schwacher Flächen können unterschiedlich sein. Eine ungünstige Wegeführung, schlecht positionierte Warenträger, fehlende Sichtachsen oder ein Display, das nicht genügend Aufmerksamkeit erzeugt, können dazu führen, dass einzelne Bereiche deutlich hinter dem übrigen Store zurückbleiben.
Besonders interessant wird die Analyse nach Veränderungen im Visual Merchandising oder nach einem Umbau. Werden Kundenströme vorher und nachher betrachtet, lässt sich erkennen, ob die Maßnahme tatsächlich eine Veränderung im Verhalten der Besucher bewirkt hat.
Kleine Veränderungen können große Wirkung haben
Nicht jede schwache Zone benötigt einen kompletten Umbau. Manchmal reichen bereits eine veränderte Warenplatzierung, ein neuer Blickfang oder eine andere Führung durch die Fläche.
Der entscheidende Punkt ist, solche Bereiche zunächst zu erkennen. Store Performance beginnt deshalb nicht mit möglichst vielen Daten, sondern mit den richtigen Fragen an die Fläche.
Für Retailer und Marken entsteht daraus die Möglichkeit, Entscheidungen weniger nach Bauchgefühl und stärker auf Grundlage des tatsächlichen Kundenverhaltens zu treffen.
RBN Store Performance Insight
Eine Verkaufsfläche sollte nicht nur Frequenz erzeugen. Entscheidend ist, wie gut sie vorhandene Frequenz nutzt.
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Neue Kollektionen, saisonale Kampagnen, Promotions und Produkteinführungen sorgen regelmäßig für Bedarf im Visual Merchandising und bei der Umsetzung am Point of Sale. Gefragt sind flexible Partner, die Markenauftritte zuverlässig über viele Standorte hinweg realisieren können.
Wenn Marken viele Flächen gleichzeitig bespielen müssen
Neue Kollektionen, saisonale Kampagnen, Promotions und Produkteinführungen sorgen regelmäßig für kurzfristigen Bedarf im Visual Merchandising und bei der Umsetzung am POS. Gerade bei größeren Filialnetzen benötigen Marken Partner, die Konzepte nicht nur entwickeln, sondern auch zuverlässig auf vielen Standorten umsetzen können.
Gefragt sind flexible Teams für Installation, Dekoration, Warenpräsentation, Qualitätskontrolle und Flächensupport. Entscheidend ist dabei, dass ein einheitlicher Markenauftritt über alle Standorte hinweg gewährleistet bleibt – auch wenn Zeitfenster knapp sind und viele Flächen parallel bearbeitet werden müssen.
Für spezialisierte Agenturen und Dienstleister liegt die Chance häufig in skalierbaren Roll-outs über mehrere Standorte hinweg. Wer kreative Konzepte mit operativer Umsetzung, sauberem Reporting und verlässlicher Qualitätskontrolle verbindet, kann sich als langfristiger Partner im Retail positionieren.
RBN Opportunity
Visual Merchandising, POS-Umsetzung, Flächensupport, Installation, Dekoration und bundesweite Roll-outs.
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Expansion, Standortoptimierung und die Modernisierung bestehender Stores bleiben wichtige Themen im stationären Handel. Für Store Designer, Ladenbauer, Lichtplaner, Visual-Merchandising-Spezialisten und Produktionspartner entstehen daraus regelmäßig neue Projektmöglichkeiten.
Besonders gefragt sind Konzepte, die Gestaltung, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden. Gleichzeitig erwarten Marken zunehmend flexible Lösungen, die sich auf unterschiedliche Flächenformate übertragen und effizient ausrollen lassen.
Für Dienstleister lohnt es sich deshalb, Expansionspläne, neue Standortankündigungen und Refurbishment-Programme frühzeitig zu beobachten. Interessante Einstiegsmöglichkeiten entstehen häufig bereits lange vor einer formellen Ausschreibung – etwa bei der Konzeptentwicklung, bei Pilotflächen oder bei der Suche nach geeigneten Umsetzungspartnern.
Wo Chancen entstehen
Potenzial bieten insbesondere Neueröffnungen, Umbauten, Shop-in-Shop-Konzepte, temporäre Flächen, Flagship-Stores und die Modernisierung bestehender Filialnetze. Neben klassischen Ladenbauleistungen gewinnen dabei Themen wie energieeffiziente Beleuchtung, modulare Einrichtungssysteme, nachhaltige Materialien und eine flexible Nutzung der Fläche an Bedeutung.
Für kleinere und spezialisierte Anbieter kann gerade die Zusammenarbeit mit größeren Generalunternehmern, Agenturen oder internationalen Marken ein interessanter Zugang zu neuen Projekten sein.
RBN Opportunity
Store Design, Ladenbau, Lichtplanung, Visual Merchandising, Produktion, Installation und Roll-out.
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Wie aus Daten konkrete Maßnahmen für die Verkaufsfläche entstehen
Daten allein verbessern noch keinen Store. Erst wenn aus Beobachtungen und Kennzahlen konkrete Entscheidungen entstehen, wird Store Performance zu einem echten Managementinstrument.
Viele Retailer verfügen heute über unterschiedlichste Informationen: Frequenzzahlen, Umsätze, Conversion Rates, Kundenbewegungen oder Erkenntnisse aus Store Visits. Häufig liegen diese Daten jedoch in verschiedenen Systemen oder werden nur punktuell ausgewertet.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie lassen sich diese Informationen so verbinden, dass daraus konkrete Maßnahmen für die Verkaufsfläche entstehen?
Vom Messen zum Handeln
Eine hohe Kundenfrequenz ist beispielsweise zunächst positiv. Bleibt die Conversion jedoch niedrig, lohnt sich ein genauerer Blick. Liegt es an der Warenpräsentation? An fehlender Orientierung? An Wartezeiten? Oder daran, dass besonders frequentierte Bereiche nicht mit den passenden Produkten bespielt werden?
Ähnliches gilt für Visual-Merchandising-Maßnahmen. Ein neues Schaufenster oder eine veränderte Produktpräsentation kann optisch überzeugen. Ob sie tatsächlich Wirkung erzielt, zeigt sich aber erst im Vergleich: Verändert sich die Frequenz? Bleiben Besucher länger? Werden bestimmte Sortimente stärker wahrgenommen?
Store Performance wird damit zu einem kontinuierlichen Prozess:
beobachten, analysieren, verändern und erneut messen.
Gerade bei Filialnetzen entsteht dadurch ein zusätzlicher Vorteil. Unterschiedliche Standorte lassen sich miteinander vergleichen. Erfolgreiche Maßnahmen können identifiziert und auf andere Stores übertragen werden, während schwächere Flächen gezielt untersucht werden.
Wissen im Unternehmen nutzen
Neben den klassischen Kennzahlen spielt auch das Wissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Fläche eine wichtige Rolle.
Store Manager und Visual-Merchandising-Teams erkennen häufig sehr schnell, welche Präsentationen funktionieren oder an welchen Stellen Kunden Orientierung benötigen. Werden diese Erfahrungen mit messbaren Daten verbunden, entsteht ein deutlich vollständigeres Bild.
Eine Plattform wie VEAM-X kann dabei unterschiedliche Informationen in einem zentralen System zusammenführen. KPI-Dashboards, Heatmaps und Kundenstromanalysen lassen sich mit Beobachtungen aus dem Store kombinieren. Über ein Guideline-Center können zusätzlich Standards und Maßnahmen für einzelne Flächen oder Standorte hinterlegt werden.
KI-gestützte Analysen können anschließend helfen, Auffälligkeiten und Veränderungen schneller zu erkennen. Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch erst dann, wenn daraus konkrete Aufgaben abgeleitet werden – beispielsweise eine veränderte Warenplatzierung, eine neue Wegeführung oder die Anpassung eines Visual-Merchandising-Konzepts.
So wird Store Performance von einer reinen Analyse zu einem laufenden Optimierungsprozess.
Für Marken und Retailer liegt darin eine große Chance: Entscheidungen über die Fläche werden nachvollziehbarer, Maßnahmen vergleichbarer und Erfahrungen aus einzelnen Stores können systematisch im gesamten Unternehmen genutzt werden.
Denn erfolgreiche Verkaufsflächen entstehen nicht durch eine einmalige Planung. Sie entwickeln sich kontinuierlich weiter.
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Was Bewegungsmuster über die tatsächliche Qualität einer Verkaufsfläche verraten
Eine Verkaufsfläche kann sorgfältig geplant, hochwertig gestaltet und mit einem überzeugenden Sortiment bestückt sein. Ob sie tatsächlich funktioniert, zeigt sich jedoch erst im Verhalten der Kundinnen und Kunden.
Welche Bereiche werden zuerst angesteuert? Wo bleiben Besucher länger stehen? Welche Zonen werden regelmäßig durchquert, ohne dass dort echte Aufmerksamkeit entsteht? Und gibt es Flächen, die trotz guter Lage kaum wahrgenommen werden?
Solche Fragen werden für Marken und Retailer immer wichtiger. Denn Kundenbewegungen machen sichtbar, ob ein Store-Konzept in der Praxis so funktioniert, wie es ursprünglich geplant wurde.
Die Fläche aus Kundensicht
Klassische Kennzahlen wie Umsatz, Bonhöhe oder Conversion Rate zeigen, was wirtschaftlich passiert. Sie erklären aber nur begrenzt, warum bestimmte Bereiche besser oder schlechter funktionieren.
Genau hier setzt die Analyse von Kundenströmen an.
Bewegungsmuster können beispielsweise zeigen, dass Besucher einen bestimmten Bereich zwar häufig passieren, dort aber kaum verweilen. Umgekehrt kann eine kleinere Zone eine überraschend hohe Aufenthaltsdauer aufweisen. Beide Erkenntnisse liefern wertvolle Hinweise für Warenplatzierung, Visual Merchandising und Wegeführung.
Auch sogenannte „kalte Zonen“ einer Verkaufsfläche werden dadurch sichtbar. Das können Bereiche sein, die aufgrund ihrer Lage, Beleuchtung, Möblierung oder Präsentation weniger Aufmerksamkeit erhalten. Schon kleine Veränderungen können hier Wirkung zeigen – etwa eine andere Platzierung von Warenträgern, stärkere Blickpunkte oder eine veränderte Wegeführung.
Store Performance bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, einen Store komplett neu zu gestalten. Häufig geht es vielmehr darum, vorhandene Flächen besser zu verstehen und gezielt weiterzuentwickeln.
Aus Beobachtung wird Optimierung
Besonders interessant wird die Analyse, wenn unterschiedliche Zeiträume miteinander verglichen werden.
Wie verändert sich die Nutzung einer Fläche nach einem Umbau? Welche Auswirkungen hat ein neues Visual-Merchandising-Konzept? Werden bestimmte Bereiche nach einer Sortimentsveränderung stärker frequentiert? Und wie unterscheiden sich einzelne Stores innerhalb eines Filialnetzes?
Solche Vergleiche ermöglichen es, Entscheidungen weniger allein aus dem Bauchgefühl heraus zu treffen.
Eine Plattform wie VEAM-X kann Kundenstromdaten, Heatmaps und Store-Kennzahlen in einer gemeinsamen Oberfläche zusammenführen. Dadurch lassen sich Muster erkennen und Entwicklungen über einen längeren Zeitraum beobachten.
Die KI-gestützte Auswertung kann zusätzlich dabei helfen, Auffälligkeiten sichtbar zu machen – beispielsweise ungewöhnliche Veränderungen in der Frequenz einzelner Zonen oder wiederkehrende Unterschiede zwischen verschiedenen Standorten.
Entscheidend bleibt jedoch die Interpretation. Daten ersetzen nicht die Erfahrung von Retail-, Visual-Merchandising- oder Store-Teams. Sie ergänzen sie um eine zusätzliche Perspektive.
Gerade diese Verbindung kann besonders wertvoll sein: Erfahrung auf der Fläche trifft auf messbares Kundenverhalten.
Für Marken und Retailer entsteht damit die Möglichkeit, Store Performance nicht nur rückblickend zu bewerten, sondern kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Denn am Ende entscheidet nicht allein die Größe oder Gestaltung einer Verkaufsfläche über ihren Erfolg. Entscheidend ist, wie Menschen diese Fläche tatsächlich nutzen.
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Wie Customer Experience und Flächenperformance zusammenwirken
Flagship Stores sind weit mehr als Verkaufsflächen. Sie sollen Marke erlebbar machen, Orientierung geben, Emotionen erzeugen und gleichzeitig wirtschaftlich funktionieren. Gerade deshalb stellt sich eine entscheidende Frage: Welche Elemente eines Store-Konzepts funktionieren tatsächlich – und welche sehen lediglich gut aus?
Architektur, Visual Merchandising, Licht, Warenpräsentation und digitale Elemente werden häufig mit großem Aufwand geplant. Doch nach der Eröffnung bleibt die tatsächliche Nutzung einzelner Bereiche oft schwer zu beurteilen. Welche Wege nehmen Kundinnen und Kunden? Wo entstehen Aufenthaltszonen? Welche Präsentationen erzeugen Aufmerksamkeit – und welche Bereiche werden kaum wahrgenommen?
Vom Konzept zur Wirkung
Die Qualität eines Stores entscheidet sich nicht allein am Design. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Gestaltung und Kundenverhalten.
Ein großzügig inszenierter Eingangsbereich kann beispielsweise optisch überzeugen, ohne Besucher tatsächlich in den Store hineinzuziehen. Eine aufmerksamkeitsstarke Warenpräsentation kann hohe Frequenz erzeugen, aber dennoch nur wenige Kaufimpulse auslösen. Gleichzeitig können kleinere Flächen oder Nebenbereiche überraschend hohe Relevanz entwickeln.
Für Retailer und Marken bedeutet dies, Store-Konzepte stärker als dynamische Systeme zu betrachten. Wegeführung, Produktplatzierung, Aufenthaltsdauer und Nutzung einzelner Zonen sollten nicht nur einmal geplant, sondern kontinuierlich überprüft werden.
So entsteht aus Visual Merchandising und Store Design ein messbarer Bestandteil der Flächenperformance.
Daten schaffen Orientierung
Genau hier gewinnen Kundenstromanalysen und Heatmaps an Bedeutung. Sie zeigen, wie sich Besucher tatsächlich im Store bewegen und welche Bereiche besonders intensiv oder nur selten genutzt werden.
In Verbindung mit weiteren Kennzahlen entsteht ein deutlich genaueres Bild der Store Performance. Veränderungen lassen sich vergleichen, neue Präsentationen bewerten und Optimierungen gezielter umsetzen.
Eine Plattform wie VEAM-X kann diese Informationen zusammenführen. Kundenströme, Heatmaps, Flächenbeobachtungen und weitere Store-KPIs werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern in einen gemeinsamen Zusammenhang gebracht. KI-gestützte Analysen können zusätzlich helfen, Auffälligkeiten und Optimierungspotenziale schneller sichtbar zu machen.
Der entscheidende Vorteil liegt dabei nicht in möglichst vielen Daten. Entscheidend ist, aus den vorhandenen Informationen konkrete Maßnahmen für die Fläche abzuleiten.
Für Flagship Stores bedeutet das: Das Markenerlebnis bleibt emotional und kreativ – wird gleichzeitig aber nachvollziehbarer und messbarer.
Retailbrandnews wird das Thema Store Performance künftig regelmäßig aufgreifen und zeigen, wie Marken und Retailer ihre Flächen systematisch analysieren und weiterentwickeln können.
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Ein RBN-Gespräch mit Helmut Lippl, Inhaber der Visual Merchandising-Agentur Lippl Marketing, über die Vorteile des Outsourcens von VM-Leistungen.
Retailbrandnews: Herr Lippl, Sie sind Inhaber der Visual Merchandising-Agentur Lippl Marketing. Was genau verbirgt sich hinter dieser Agentur?
Helmut Lippl: wir therapieren Schaufenster und Verkaufsflächen, und zwar so, dass sie für die Retailer maximale Gewinne bei geringen Kosten erzielen und aus Kunden nachhaltig „Fans“ generieren.
RBN: Was raten Sie Retailern?
Lippl: Ich rate ihnen, ihre Visual Merchandising-Aktivitäten zu intensivieren. Denn, dass Visual Merchandising-Einsätze am PoS extrem wichtig sind, um die Abverkäufe zu steigern, ist unbestritten.
RBN: Also wäre es absolut fatal, an dieser Stelle zu sparen, wie es so manche Retailer bereits praktizieren?
Lippl: Definitiv. Denn, gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ist es immens wichtig, sich dem Kunden eindrucksvoll zu präsentieren.
Außerdem sind wir der Überzeugung, dass gute Visual Merchandising-Konzepte keine kurzfristige Milderung bedeuten, sondern langfristige Erfolge bewirken sollten. Es braucht also kein Pflaster, sondern eine Therapie.
RBN: Warum sollte ein Retailer seinen Flächensupport outsourcen?
Lippl: Der Einsatz von ausgebildeten VM-Freelancern stellt für den Retailer die kostengünstigste und effektivste Alternative dar.
RBN: Und warum kostengünstiger?
Lippl: Nach unseren Berechnungen kostet ein reisender, festangestellter Visual Merchandiser den Retailer im Jahr mit allen Nebenkosten (Lohnnebenkosten, Firmenfahrzeug, Laptop, Verpflegungsmehraufwendungen usw.) bedeutend mehr. Bei den etwa 200 Tagen an Einsatzzeiten im Jahr kommen wir auf einen Stundensatz von etwa 90 bis 100 Euro. Da stellt natürlich ein Freelancer eine wesentlich günstigere Alternative dar.
RBN: Gibt es weitere Argumente, den VM-Support outzusourcen?
Lippl: In jedem Fall: erst vor kurzem habe ich ein Team von VM’s nach Hamburg geschickt, um dort die Fenster und Verkaufsflächen installieren zu lassen. Der Grund war, dass der Retailer kein Personal zur Verfügung hatte.
Man darf nicht vergessen, dass sich viele Gestalter für visuelles Marketing während der Corona-Pandemie andere Jobs suchen mussten und jetzt dem Markt fehlen. Hinzu kommen natürlich krankheitsbedingte Ausfälle oder Urlaub. Das heißt im Klartext: wir lösen die logistischen Probleme der Retailer mit unserem Freelancer-Team und das sehr kurzfristig und unbürokratisch.
RBN: Was ist das Besondere an Lippl Marketing und wie hebt sich die Agentur im Markt ab?
Lippl: Wir sind eine kleine, sehr bewegliche Agentur, ohne großen Apparat im Rücken und dadurch sehr schnell, flexibel und kostengünstig.
Wir, mein Team von hochprofessionellen und sehr gut ausgebildeten Visual Merchandisern und ich, konzentrieren uns voll und ganz auf unsere Kunden und deren Verkaufsflächen und Schaufenster. Wir setzen zielgenau die Guidelines der VM-Abteilungen um, indem wir uns intensiv mit den Mitarbeitern der VM-Abteilungen austauschen.
VM-Einsatz auf der Fläche. Foto: Projektfoto
Ein sehr wichtiger Aspekt ist auch die Zusammenarbeit mit den Store-Managern vor Ort und deren Schulung durch uns. Denn nur gemeinsam erreicht man eine nachhaltige Steigerung der markenbildenden und verkaufsfördernden Warenpräsentation.
Zudem ist für unsere Geschäftspartner immer ein Ansprechpartner erreichbar, der sofort auf deren Probleme vor Ort reagiert. Jede Mail, jede telefonische Anfrage wird innerhalb kürzester Zeit beantwortet.
Der intensive Kontakt und der regelmäßige Austausch zwischen Lippl Marketing und den Teammitgliedern sowie der faire Umgang untereinander tragen dazu bei, dass hervorragende Ergebnisse in den Schaufenstern und auf der Fläche erzielt werden.
Und nicht zu vergessen: wir wollen auf keinen Fall Retailer dazu animieren, die eigenen VM-Abteilungen auszudünnen und Gestalter für visuelles Marketing auszustellen. Unser Anliegen ist es, die VM-Abteilungen und deren Mitarbeiter tatkräftig zu unterstützen.
RBN: Welche Kunden betreuen Sie aktuell?
Lippl: Unser Portfolio ist bunt gemischt. Vom klassischen Textil-Einzelhändler, über Sporthändler bis hin zu großen Marken mit einem großen Filialnetz. Wir haben uns zudem eine große Kompetenz für Spartenbereiche wie Orthopädie und Medizin angeeignet. Wir sind immer offen für Neues und sehen die Herausforderungen unserer Kunden als unsere eigenen Herausforderungen an. Dadurch entstehen immer wieder Innovationen – wie zum Beispiel unser neues VM Reporting Tool VEAM-X.
RBN: Was ist VEAM-X?
Lippl: VEAM-X steht für „Visual Teams“ und ist eine neue Online-Plattform, auf der man unkompliziert Visual Merchandising-Reports erstellen und verwalten kann. Doch VEAM kann über dies hinaus noch viel mehr.
RBN: … zum Beispiel?
Lippl: Der direkte Upload von Bildern über das Mobiltelefon sowie das Ausfüllen von Checklisten, vergeben von To-Do’s und eine umfängliche Suchfunktion machen VEAM-X zur idealen Datenbank für Visual Merchandising-Reports. Diese können dann jederzeit als PDF-Datei versendet werden bzw. über einem definierten Workflow an Schlüsselpositionen zugestellt werden. Zudem unsere Echtzeit-Heatmaps & Kundenstrom-Analysen
Dank der Partnerschaft mit VERKADA Deutschland werden Besucherströme nach Uhrzeit, Store und Standort ausgewertet. Heatmaps visualisieren diese Daten in Echtzeit und verschaffen Ihnen sofortige Einsichten. Eine offene API zu anderen Store-Tracking-Systemen steht zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil ist die Integrierte Chat-Funktion. Hier ermöglichen wir den interaktiven Austausch mit Filialleitern und Teamkollegen direkt in der Plattform – ohne Kontextwechsel und E-Mail-Pingpong mit Integration von Fotos, Dokumenten und Report-Links. Und nicht zu vergessen, das Store Modelling: Mit diesem Tool können Sie den Aufbau Ihres Stores in einem interaktiven Editor planen!
RBN: Was unterscheidet VEAM-X von anderen Anwendungen?
Lippl: Die Einfachheit und die völlige Flexibilität in Bezug auf Kundenwünsche. Für unseren Kunden Marc Cain zum Beispiel wurde die Oberfläche direkt in englischer Sprache erstellt und die Menü-Struktur den Marktbedingungen angepasst.
RBN: Wie lange dauert die Installation von VEAM-X?
Lippl: Das hängt vom Anforderungskatalog des Kunden ab. In der Regel sind wir allerdings nach wenigen Tagen startklar und können direkt mit den ersten Reports beginnen.
Reporting Tool VEAM-X
RBN: Welche weiteren Vorteile bietet VEAM-X?
Lippl: Für Administratoren gibt es ein ganzheitliches Control-Center. Hier können Analysen zu Einsätzen z.B. wie oft ein Kunde pro Kalenderjahr besucht wurde, getätigt werden. Zudem bietet VEAM für Area Visual Merchandiser eine Kalenderfunktion. Heißt, hierüber können Kundentermine geplant und koordiniert werden. Ein Admin sieht also direkt, wo sich an welchem Tag Teammitglieder befinden. Oder unser neu geschaffenes Multimediales Guideline-Center, das für alle Visual Merchandising und Aufbau-Anleitungen in beliebigen Formaten für jeden Visual Merchandiser oder Retailer aufrufbar.
RBN: Wie skalierbar ist VEAM-X?
Lippl: Es gibt hier keine Grenzen. von 5 bis 50 User oder mehr können angebunden werden. VEAM-X ist keine APP, sondern ein abgeschlossenes Internetportal, das über jeden Webbrowser oder mobiles Endgerät erreicht werden kann.
RBN: Herr Lippl, vielen Dank für das Gespräch.
Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir sind gerne für Sie da:
Für eine besondere Schaufensterkonzeption bei Jades integrierte Creative Director Domagoj Mrsic Arbeiten des südafrikanischen Künstlers Charl van Heerden in die Gestaltung. Die Kunstwerke wurden dabei nicht lediglich dekorativ eingesetzt, sondern zu einem zentralen Bestandteil des visuellen Gesamtkonzepts.
Domagoj Mrsic
Domagoj Visual Concepts verfolgt dabei den Ansatz, der Fantasie möglichst viel Raum zu geben und außergewöhnliche Inszenierungen zu entwickeln.
Das Düsseldorfer Atelier ist auf kreative Gesamtkonzepte spezialisiert: vom Window-Dressing bis zur Instore-Dekoration für Geschäfte, Showrooms und Messestände, vom Visual Marketing bis hin zu Retail Architecture und Objektdesign.
Bei dieser Jades-Inszenierung ließ Domagoj Mrsic den künstlerischen Ausdruck von Charl van Heerden in die Gestaltung einfließen.
Domagoj Mrsic bezieht in seiner Serie „Art X Fashion“ seit über zwanzig Jahren Künstler passend zu Projekten, sei es im Schaufenster oder Instore, in seine Gestaltungen mit ein. Nach Einschätzung von Domagoj Mrsic ergänzen sich Kunst und Mode in solchen Gestaltungen gegenseitig und treten miteinander in einen visuellen Dialog.
Charl van Heerden
Charl van Heerden gilt als multidimensionaler Künstler: Maler, Bildhauer und Möbeldesigner. Der in Südafrikaner geborene Künstler überrascht immer wieder mit neuen Facetten. Seine Kunst ist multidisziplinär, nachhaltig, funktional und immer inspiriert von seiner südafrikanischen Heimat.
Ausbildung
Der Südafrikaner studierte an der School of Fine Arts in Johannesburg, danach absolvierte er ein Wirtschaftsstudium an der Universität Unisa. Während seines Studiums züchtete er Rennpferde, restaurierte alte Häuser und baute Ferienwohnungen aus. Er gehörte schon bald zur kreativen Szene von Kapstadt, in seinem Atelier schuf er Möbel, Kandelaber, Skulpturen und Gemälde.
Authentizität
Seine Leidenschaft bezieht sich auf authentische afrikanische Materialien, Macharten und Formen, um die authentische Ästhetik seiner Heimat auch im internationalen Ausland präsenter zu machen. Seit 2002 pendelt der Künstler zwischen Südafrika und Deutschland und gründete hier sein Label: „Van Heerden Design“. Seinen ersten Store eröffnete er 2005 in Hamburg. Von dort wurden seine Kollektionen weltweit vertrieben.
Zwischen 2007 und 2010 beriet er Möbel- und Handwerksbetriebe in Mali und Ghana im Produktdesign und bereitete sie für Ausstellungen in Europa vor. 2013 engagierte er sich für Behinderte am Western Cape im Bereich künstlerischer Gestaltung und entwickelte mit ihnen kunsthanderwerkliche Produkte.
Kunst mit Haltung
Seit 2015 hat sich van Heerden der nachhaltigen Kunst verschrieben: Er entwarf und fertigte Skulpturen, Möbel und Leuchten aus alten Autoreifen und Fahrradschläuchen u.a. für die Messe „Maison et Objet“ in Paris. 120 seiner lebensgroßen Skulpturen entwarf er im Auftrag der Phillips-Kollektion in New York. 2017 baute er Leuchten und Möbel aus recyclebaren Stoffen für ein Öko-Resort in Franshoek/Südafrika. Im selben Jahr wurde er beauftragt, die 16 Hotelsuiten der „Mala Game Lodge“ mit individuellen Möbelkreationen auszustatten.
Charl van Heerden ist als multidisziplinärer Künstler und Designer tätig. Zu seine Arbeiten zählen Skulpturen, Kandelaber und Tische aus einem von ihm eigens konzipierten Material aus „Holzstaub“.
Die großformatigen Gemälde entstanden im Lockdown in seinem Atelier in Niederkassel. Dabei ließ sich der Künstler von Reminiszenzen, Assoziationen und Abstraktionen leiten. Was er auf Leinwand übersetzt hat, nennt Charl van Heerden die „Muster seiner Seele“.
Für die Jades-Schaufenster in Düsseldorf ließ Domagoj Mrsic den künstlerischen Ausdruck von Charl van Heerden in die Gestaltung einfließen.
Store : Jades
Art : Charl van Heerden
Concepts & Realisation: Domagoj Mrsic
Symbolbild: KI-generiert
Datenschutzeinstellungen
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