Kategorie: Projects

  • Architektur trifft Kosmos

    Architektur trifft Kosmos

    Kosmische Erlebniswelt

    Das Sales Center of Poly F.S. Skyline Garden in Dongguan City zeigt, wie Innenarchitektur weit über reine Funktion hinausgehen kann. Das Projekt verbindet Raum, Licht, Kunst und Inszenierung zu einer Umgebung, die an eine Reise durch den Kosmos erinnert. So entsteht ein gestalterisches Konzept, das Besucher nicht nur informiert, sondern in eine atmosphärische Erlebniswelt eintauchen lässt.

    Kunst im Kosmos

    Das am Fluss gelegene Sales Center verbindet transparente Architektur mit Kunstinstallationen, Licht und räumlicher Inszenierung. Die Innenräume greifen Motive aus dem Kosmos auf und schaffen eine fast surreale Atmosphäre, in der Architektur und Kunst miteinander verschmelzen.

    Planeten, Umlaufbahnen, Lichtobjekte und skulpturale Elemente ziehen sich durch das dreigeschossige Gebäude. Sie bilden keine bloße Dekoration, sondern sind Teil eines durchgängigen Gestaltungskonzepts. So entsteht eine Erlebniswelt, die Besucher durch unterschiedliche Räume führt und immer wieder neue Perspektiven eröffnet.

    Ein Raumkonzept zwischen Licht und Fantasie

    In der Eingangshalle hängt das kugelförmige Kunstwerk „0000FF“ – benannt nach dem hexadezimalen Farbcode für Blau. Eingebettet in ein farbiges Lichtspiel wirkt es wie ein leuchtender Himmelskörper und prägt die Atmosphäre des gesamten Raums.

    Im Erdgeschoss ergänzt die Skulptur „Titan“ die Inszenierung. Die Figur nimmt Bezug auf die Titanen der griechischen Mythologie und markiert den Auftakt zu einer räumlichen Erzählung, die das Thema Weltraum im gesamten Sales Center fortführt.

    Kapselartiger Markenpavillon

    Neben der Eingangshalle befindet sich ein kapselartig geformter Markenpavillon. Seine Außenfläche dient als Projektionsfläche für kosmische Motive und kulturelle Bezüge zu Dongguan.

    Im Inneren setzt eine digitale Installation die Geschichte und Zukunft des Skyline Garden räumlich in Szene. Projektionen auf Boden und Decke sowie spiegelnde Flächen schaffen ein immersives Raumerlebnis.

    Glänzende und matte Oberflächen ziehen sich über Wände, Decken, Säulen und die Kapselstruktur und verbinden die verschiedenen Ebenen optisch miteinander.

    Der Große Wagen als Gestaltungsmotiv

    Im zweiten Obergeschoss setzen sternförmige Lichtobjekte und reflektierende Oberflächen das kosmische Thema fort. Weiße Kugelleuchten sind dabei nach dem Muster des Großen Wagens angeordnet.

    Auch im dritten Obergeschoss arbeitet die Gestaltung intensiv mit Licht und Reflexion. Ein langes Lichtband und perforierte Metallflächen erzeugen eine beinahe schwebende Wirkung und strukturieren die unterschiedlichen Bereiche.

    Geschlossene und offene Zonen wechseln sich ab. Leseecke, Gesprächsbereiche und Bar öffnen sich zur Flussseite und verbinden Aufenthaltsqualität mit dem inszenierten Raumkonzept.

    Kunst als funktionales Raumerlebnis

    Farbige, transparente Glaselemente bilden eine Gruppe skulpturaler Installationen. Ihre unregelmäßigen Formen erzeugen ein lebendiges Wechselspiel aus Licht, Farbe und Schatten.

    Spielerische Figuren und Objekte greifen das Weltraumthema auf und erweitern die Architektur um eine erzählerische Ebene. So entsteht eine Fantasiewelt, in der sich Kunst, Raum und unterschiedliche Motive miteinander verbinden.

    Architektur als Gesamtkunstwerk

    Das Konzept will bewusst mehr sein als ein klassisches Verkaufszentrum. Architektur, Kunst und Inszenierung werden zu einer zusammenhängenden räumlichen Erzählung verbunden. T.K. Chu Design übernimmt dabei eine kuratorische Rolle und integriert die einzelnen Kunstwerke gezielt in das Gesamtkonzept.

     

    Projekt: Sales Center of Poly F.S. Skyline Garden
    Gestaltungskontext: Innenarchitektur und künstlerische Rauminszenierung mit kosmischer Thematik

    HL

    Symbolbild: KI-generiert

     

  • Bubble Design für CICI Beauty

    Bubble Design für CICI Beauty

    Leichtigkeit als Raumkonzept

    CICI Beauty & Slimming in Shanghai zeigt, wie sich Markenidentität und Raumgestaltung zu einer eigenständigen Erlebniswelt verbinden lassen. Im Mittelpunkt des Store-Konzepts steht ein ungewöhnliches Gestaltungselement: goldene, schwebend wirkende „Bubbles“, die sich durch unterschiedliche Bereiche des Stores ziehen.Die Installation ist dabei weit mehr als reine Dekoration. Die Bubbles verbinden verschiedene Funktionsbereiche miteinander und schaffen gleichzeitig Orientierung, Dynamik und eine besondere räumliche Atmosphäre.

    Ein Raum aus goldenen Bubbles

    Die goldenen Bubbles sind an unterschiedlichen Stellen des Stores platziert und bilden eine Installation, die sich durch das gesamte Raumkonzept zieht. Unterschiedliche Formen und Größen verändern die Wahrnehmung des Raumes: Bereiche wirken weiter, leichter oder bewusst geschützter.

    Zusammen mit geschwungenen Linien, reflektierenden Oberflächen und einer zurückhaltenden Lichtgestaltung entsteht ein Raum, der Leichtigkeit vermittelt und zugleich eine klare visuelle Identität besitzt.

    Besonders interessant ist das Zusammenspiel zwischen offenen und geschlossenen Bereichen. Die Bubbles übernehmen dabei nicht nur eine gestalterische, sondern auch eine funktionale Rolle.

    Design mit klarer Funktion

    Die Gestaltung folgt nicht allein ästhetischen Kriterien. Verschiedene Bereiche des Stores erhalten durch Form, Licht und Material eine eigene Atmosphäre, bleiben aber Teil eines zusammenhängenden Gesamtkonzepts.

    Reflektierende Oberflächen verstärken die Wirkung der goldenen Elemente und lassen den Raum größer und lebendiger erscheinen. Gleichzeitig entstehen geschütztere Zonen, in denen Beratung und Behandlung in einer ruhigeren Atmosphäre stattfinden können.

    So wird aus einem dekorativen Gestaltungselement eine Orientierungshilfe, die den Kunden intuitiv durch unterschiedliche Bereiche führt.

    Retail als Erlebniswelt

    Das Projekt zeigt, wie Innenarchitektur im stationären Handel über reine Funktion hinausgehen kann. Gestaltung, Licht, Material und Raumführung werden zu Bestandteilen eines Markenerlebnisses.

    Gerade bei Beauty- und Lifestyle-Konzepten kann eine unverwechselbare räumliche Inszenierung dazu beitragen, eine Marke emotional erfahrbar zu machen. Der Store wird damit nicht nur zum Verkaufs- oder Behandlungsort, sondern zu einer eigenen Erlebniswelt.

    Symbolbild: KI-generiert

  • Jades loves Art

    Jades loves Art

    Kunst als Teil der Inszenierung

    Für eine besondere Schaufensterkonzeption bei Jades integrierte Creative Director Domagoj Mrsic Arbeiten des südafrikanischen Künstlers Charl van Heerden in die Gestaltung. Die Kunstwerke wurden dabei nicht lediglich dekorativ eingesetzt, sondern zu einem zentralen Bestandteil des visuellen Gesamtkonzepts.

    Domagoj Mrsic

    Domagoj Visual Concepts verfolgt dabei den Ansatz, der Fantasie möglichst viel Raum zu geben und außergewöhnliche Inszenierungen zu entwickeln.

    Das Düsseldorfer Atelier ist auf kreative Gesamtkonzepte spezialisiert: vom Window-Dressing bis zur Instore-Dekoration für Geschäfte, Showrooms und Messestände, vom Visual Marketing bis hin zu Retail Architecture und Objektdesign.

    Bei dieser Jades-Inszenierung ließ Domagoj Mrsic den künstlerischen Ausdruck von Charl van Heerden in die Gestaltung einfließen.

    Domagoj Mrsic bezieht in seiner Serie „Art X Fashion“ seit über zwanzig Jahren Künstler passend zu Projekten, sei es im Schaufenster oder Instore, in seine Gestaltungen mit ein. Nach Einschätzung von Domagoj Mrsic ergänzen sich Kunst und Mode in solchen Gestaltungen gegenseitig und treten miteinander in einen visuellen Dialog.

    Charl van Heerden

    Charl van Heerden gilt als multidimensionaler Künstler: Maler, Bildhauer und Möbeldesigner. Der in Südafrikaner geborene Künstler überrascht immer wieder mit neuen Facetten. Seine Kunst ist multidisziplinär, nachhaltig, funktional und immer inspiriert von seiner südafrikanischen Heimat.

    Ausbildung

    Der Südafrikaner studierte an der School of Fine Arts in Johannesburg, danach absolvierte er ein Wirtschaftsstudium an der Universität Unisa. Während seines Studiums züchtete er Rennpferde, restaurierte alte Häuser und baute Ferienwohnungen aus. Er gehörte schon bald zur kreativen Szene von Kapstadt, in seinem Atelier schuf er Möbel, Kandelaber, Skulpturen und Gemälde.

    Authentizität

    Seine Leidenschaft bezieht sich auf authentische afrikanische Materialien, Macharten und Formen, um die authentische Ästhetik seiner Heimat auch im internationalen Ausland präsenter zu machen. Seit 2002 pendelt der Künstler zwischen Südafrika und Deutschland und gründete hier sein Label: „Van Heerden Design“. Seinen ersten Store eröffnete er 2005 in Hamburg. Von dort wurden seine Kollektionen weltweit vertrieben.

    Zwischen 2007 und 2010 beriet er Möbel- und Handwerksbetriebe in Mali und Ghana im Produktdesign und bereitete sie für Ausstellungen in Europa vor. 2013 engagierte er sich für Behinderte am Western Cape im Bereich künstlerischer Gestaltung und entwickelte mit ihnen kunsthanderwerkliche Produkte.

    Kunst mit Haltung

    Seit 2015 hat sich van Heerden der nachhaltigen Kunst verschrieben: Er entwarf und fertigte Skulpturen, Möbel und Leuchten aus alten Autoreifen und Fahrradschläuchen u.a. für die Messe „Maison et Objet“ in Paris. 120 seiner lebensgroßen Skulpturen entwarf er im Auftrag der Phillips-Kollektion in New York. 2017 baute er Leuchten und Möbel aus recyclebaren Stoffen für ein Öko-Resort in Franshoek/Südafrika. Im selben Jahr wurde er beauftragt, die 16 Hotelsuiten der „Mala Game Lodge“ mit individuellen Möbelkreationen auszustatten.

    Charl van Heerden ist als multidisziplinärer Künstler und Designer tätig.  Zu seine Arbeiten zählen Skulpturen, Kandelaber und Tische aus einem von ihm eigens konzipierten Material aus „Holzstaub“.

    Die großformatigen Gemälde entstanden im Lockdown in seinem Atelier in Niederkassel. Dabei ließ sich der Künstler von Reminiszenzen, Assoziationen und Abstraktionen leiten. Was er auf Leinwand übersetzt hat, nennt Charl van Heerden die „Muster seiner Seele“.

    Für die Jades-Schaufenster in Düsseldorf ließ Domagoj Mrsic den künstlerischen Ausdruck von Charl van Heerden in die Gestaltung einfließen.

     

    Store : Jades
    Art : Charl van Heerden
    Concepts & Realisation: Domagoj Mrsic

    Symbolbild: KI-generiert

     

     

  • Eine Höhle voller Bücher

    Eine Höhle voller Bücher

    Landschaft als Inspiration

    In Guiyang hat das Architekturbüro X+Living für die Buchhandelskette Zhongshuge einen Buchladen geschaffen, der weit über die Funktion eines klassischen Stores hinausgeht. Inspiriert von der Landschaft der Provinz Guizhou verschmelzen Architektur, Inszenierung und Literatur zu einer atmosphärischen Erlebniswelt.

    Die gestalterische Idee greift die für Guizhou typischen Berge, Flüsse und Karstlandschaften auf. Daraus entsteht ein Raumkonzept, das nicht nur Bücher präsentiert, sondern Besucher vom ersten Moment an in eine eigene Welt eintauchen lässt.

    Eine Höhle aus Büchern

    Reihen von Bücherregalen scheinen wie Stalaktiten von der Decke zu hängen und spiegeln sich im dunklen Glasboden. Schiffartige Präsentationsflächen in der Mitte des Korridors verstärken den Eindruck eines geheimnisvollen Flusslaufs, der immer tiefer in das Innere der Buchhandlung führt.

    In der Reading Area laden kleine Leseplätze mit Tischen und Stühlen zum Verweilen ein. Felsartig gestaltete Regale wirken durch verspiegelte Decken und reflektierende Böden beinahe grenzenlos und verleihen dem Raum zusätzliche Tiefe.

    Über die Boutique Library gelangt man schließlich in den Lesesaal. Dort schafft eine warme, von Holz geprägte Gestaltung einen bewussten Kontrast zur spektakulären Inszenierung der übrigen Bereiche. So entstehen unterschiedliche Räume zum Entdecken, Lesen und Verweilen.

    Buchhandel als Erlebniswelt

    Das Projekt zeigt, wie Innenarchitektur im Handel weit mehr leisten kann als reine Funktion. Die Buchhandlung wird zu einem emotionalen Erlebnisraum, in dem Gestaltung, Atmosphäre und Bücher auf besondere Weise zusammenfinden.

    Damit wird der Store selbst zum Bestandteil der Geschichte: Architektur schafft Orientierung, weckt Neugier und macht aus dem Besuch ein Erlebnis, das über den eigentlichen Einkauf hinausgeht.

    HL

    Beitragsbild: KI-generierte Illustration