Schlagwort: KI im Retail

  • Domagoj Mrsic

    Domagoj Mrsic

    14.07.2020

    Domagoj – Visual – Concepts  und Kreativer aus Leidenschaft.

    Visual Marketing mit Haltung

    Domagoj Mršić entwickelt mit seiner Agentur „Domagoj – Visual – Concepts“ visuelle Konzepte für Marken und Händler am Point of Sale. Seit mehr als 25 Jahren verbindet der Creative Director dabei Visual Marketing, Mode, Kunst und Retail Design zu individuellen Markenwelten.

    Sein Anspruch geht weit über klassische Dekoration hinaus. Räume und Verkaufsflächen sollen Geschichten erzählen, Produkte inszenieren und eine emotionale Verbindung zwischen Marke und Kundinnen und Kunden schaffen. Aus Ideen entstehen so visuelle Erlebnisse, die einen hohen ästhetischen Anspruch mit konkreten Anforderungen des Handels verbinden.

    Von der Gestaltung zur Markenwelt

    Die Grundlage für seine Arbeit legte Mršić mit einem Studium im Bereich Mode und Design sowie einer Ausbildung zum Gestalter für visuelles Marketing – damals noch unter der Berufsbezeichnung Dekorateur. Was zunächst als Nebenjob während des Studiums begann, entwickelte sich schnell zu seiner beruflichen Leidenschaft.

    Heute fließt diese langjährige Erfahrung in maßgeschneiderte Konzepte für Fashion- und Lifestyle-Unternehmen ein. Zu seinem Arbeitsfeld gehören unter anderem Window-Dressing, Instore-Gestaltung, Visual Marketing, Retail Architecture, Objektdesign sowie die Konzeption von Showrooms und Messeständen.

    Im Laufe seiner Karriere arbeitete Mršić mit zahlreichen internationalen Unternehmen der Fashion- und Lifestyle-Branche zusammen. Entscheidend ist für ihn dabei, die Persönlichkeit einer Marke sichtbar zu machen und Produkte nicht isoliert, sondern innerhalb einer eigenständigen visuellen Welt zu präsentieren.

    Ein Beispiel dafür war die Entwicklung des aufwendigen Messestand-Konzepts für Genesis Display auf der EuroShop. Architektur, Licht, Farbe, Musik und Mannequins wurden dort zu einem multisensorischen Gesamtauftritt verbunden. Auch bei Projekten für Jades in Düsseldorf zeigt sich sein Ansatz, Mode, Raum und Inszenierung miteinander zu verbinden.

    Kunst, Emotion und Nachhaltigkeit

    Eine besondere Rolle spielt in Domagoj Mršićs Arbeit die Verbindung von Kunst und Mode. Seit vielen Jahren integriert er Künstler und künstlerische Arbeiten in seine Projekte. Für ihn ergänzen sich beide Bereiche und eröffnen neue Möglichkeiten, Verkaufsflächen überraschend und emotional zu gestalten.

    Dabei verändert sich auch das Visual Marketing selbst. Digitale Technologien und künstliche Intelligenz eröffnen neue Möglichkeiten für Entwurf, Kommunikation und Umsetzung. Gleichzeitig gewinnt ein verantwortungsvoller Umgang mit Materialien und Ressourcen an Bedeutung.

    Nachhaltigkeit versteht Mršić deshalb nicht als kurzfristigen Trend, sondern als Bestandteil moderner Gestaltung. Konzepte sollen nicht nur ästhetisch überzeugen, sondern auch ressourcenschonend geplant und möglichst langlebig umgesetzt werden.

    Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Partnern und Produzenten bietet Sayonara Visual Concepts ein umfassendes Leistungsspektrum – von der ersten Idee und Konzeptentwicklung bis hin zur Produktion und Installation am Point of Sale.

    Das Ziel bleibt dabei immer dasselbe: Marken und Produkte authentisch, unverwechselbar und wirkungsvoll zu präsentieren – und Räume zu schaffen, die im Gedächtnis bleiben.

    www.sayonara-visual-concepts.com

    Foto: Yves Borgwardt
    HL

    Hinweis: Der Beitrag basiert auf einem früheren Gespräch mit Domagoj Mršić und wurde 2026 redaktionell aktualisiert.

  • Marcella Orrico

    Marcella Orrico

    Visual Merchandising weitergedacht

    Marcella Orricos beruflicher Weg verbindet langjährige Erfahrung im Fashion-Retail mit Visual Merchandising, Markenführung und zunehmend auch strategischem Marketing. Stationen bei Unternehmen wie Galeria Kaufhof, Peek & Cloppenburg, Tommy Hilfiger, Breuninger, s.Oliver und Mustang haben ihren Blick auf Verkaufsfläche, Markeninszenierung und Kundenansprache geprägt.

    Ausgangspunkt ihrer Laufbahn war die praktische Arbeit im Store. Diese Nähe zur Fläche ist bis heute ein wichtiger Bestandteil ihres beruflichen Verständnisses. Mit zunehmender Verantwortung kamen konzeptionelle, strategische und bereichsübergreifende Aufgaben hinzu. Bei Mustang verbindet sie heute Visual Merchandising, Store Design, Trade Marketing und Consumer Marketing zu einem ganzheitlichen Markenauftritt.

    Marketing als verbindendes Element

    Einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer beruflichen Entwicklung markiert der erfolgreiche Abschluss ihres Studiums zum Bachelor of Marketing. Für Orrico war das Studium das fehlende Bindeglied zwischen ihrer langjährigen Erfahrung im Visual Merchandising und einem umfassenderen Verständnis von Marketing und Markenführung.

    Damit hat sich ihr berufliches Profil nochmals erweitert: Visual Merchandising wird nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil einer übergeordneten Marken- und Kommunikationsstrategie. Verkaufsfläche, Kampagne, Produkt, Kommunikation und Kundenerlebnis greifen dabei immer stärker ineinander.

    Auch die Weitergabe von Wissen spielt für Marcella Orrico eine wichtige Rolle. Seit vier Jahren ist sie bei der IHK Stuttgart als Prüferin für den Ausbildungsberuf „Gestalter für visuelles Marketing“ tätig. Dabei geht es ihr insbesondere darum, Nachwuchskräfte zu fördern und den Beruf auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten.

    Gerade Visual Merchandising befindet sich in einem deutlichen Wandel. Neben Kreativität und handwerklichem Verständnis gewinnen digitale Kompetenzen, Markenverständnis und strategisches Denken zunehmend an Bedeutung.

    KI als neues Werkzeug

    Auch künstliche Intelligenz ist inzwischen Bestandteil der täglichen Arbeit. Besonders bei der Erstellung von Bildmaterial und Texten eröffnen KI-Anwendungen neue Möglichkeiten.

    Orrico sieht darin vor allem die Chance, Prozesse effizienter zu gestalten. Aufgaben, die bislang viel Zeit beanspruchten, können verschlankt werden. Dadurch entsteht wieder mehr Raum für kreative Themen, konzeptionelle Arbeit und die Weiterentwicklung der Marke.

    Entscheidend ist für sie dabei jedoch, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzunehmen. Neue Technologien sollen nicht einfach eingeführt werden, sondern verstanden und sinnvoll in bestehende Arbeitsprozesse integriert werden.

    KI wird damit weniger als Ersatz kreativer Arbeit verstanden, sondern vielmehr als Werkzeug, das dabei helfen kann, repetitive Prozesse zu reduzieren und kreative Ressourcen gezielter einzusetzen.

    Marke international präsentieren

    In den vergangenen zwei Jahren hat Mustang seine Präsenz auf internationalen und nationalen Branchenveranstaltungen deutlich verstärkt. Dazu gehörten unter anderem die Pitti Uomo in Florenz, die CIFF in Kopenhagen sowie die Unitex in Ulm.

    Für diese Messeauftritte entstanden zwei unterschiedliche Konzepte, die innerhalb kurzer Zeit gemeinsam mit externen Partnern entwickelt und umgesetzt wurden.

    Ziel war es, Mustang nicht ausschließlich über seine traditionsreiche Denim-Kompetenz zu präsentieren, sondern die Marke als moderne Lifestyle-Marke erlebbar zu machen. Produkte, Markenwelt und Inszenierung wurden dabei zu einem Gesamtbild verbunden.

    Die Messeauftritte dienen dabei nicht nur der Präsentation neuer Kollektionen. Sie schaffen auch Raum für persönliche Begegnungen, Austausch mit bestehenden Partnern und die Gewinnung neuer Kontakte.

    Durch die internationale Präsenz konnten zusätzliche Partner für die Marke gewonnen und neue Perspektiven auf Märkte und Kundenanforderungen entwickelt werden.

    Marcella Orricos Arbeit bewegt sich damit heute an der Schnittstelle von Visual Merchandising, Marketing, Markenführung und Innovation. Kreativität bleibt dabei ein zentraler Bestandteil – ergänzt durch strategisches Denken, neue Technologien und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Menschen und Prozessen.

    Beitragsfoto: Marcella Orrico · Foto: VM Team Mustang

    HL

    Hinweis: Der Beitrag basiert auf einem früheren Gespräch mit Marcella Orrico und wurde 2026 mit aktuellen Informationen redaktionell überarbeitet.