Schlagwort: Store Design

  • Pop-up & Shop-in-Shop: Chancen für flexible Partner

    Pop-up & Shop-in-Shop: Chancen für flexible Partner

    Temporäre Konzepte brauchen flexible Partner.

    Pop-up-Stores, Shop-in-Shop-Flächen und temporäre Markeninszenierungen haben sich im Retail längst als feste Formate etabliert. Sie ermöglichen es Marken, neue Standorte zu testen, Produkte gezielt zu inszenieren oder für begrenzte Zeit zusätzliche Präsenz zu schaffen. Gerade weil diese Formate oft schnell geplant und umgesetzt werden müssen, entstehen interessante Chancen für spezialisierte Dienstleister.

    Geschwindigkeit wird zum Erfolgsfaktor

    Temporäre Retail-Konzepte haben meist enge Zeitfenster. Zwischen Planung, Produktion, Aufbau und Eröffnung liegen teilweise nur wenige Wochen. Gefragt sind deshalb Partner, die flexibel reagieren und verschiedene Leistungen miteinander verbinden können – von der technischen Planung über Ladenbau und Produktion bis hin zu Visual Merchandising, Installation und Rückbau. Entscheidend ist dabei weniger die Größe des Dienstleisters als die Fähigkeit, kurzfristig verlässlich zu liefern.

    Shop-in-Shop braucht präzise Umsetzung

    Bei Shop-in-Shop-Konzepten kommt eine weitere Herausforderung hinzu: Die Markenwelt muss sich klar erkennbar vom Umfeld abheben und gleichzeitig in die bestehende Verkaufsfläche integrieren. Materialien, Licht, Möbel, Grafik und Warenpräsentation müssen deshalb exakt aufeinander abgestimmt werden. Für spezialisierte Anbieter ergeben sich daraus Möglichkeiten in den Bereichen Store Design, Ladenbau, Lichtplanung, Produktion und Visual Merchandising.

    Temporäre Flächen als Testfeld

    Pop-up-Stores werden zudem zunehmend genutzt, um neue Konzepte, Standorte oder Zielgruppen zu testen. Dadurch entstehen Projekte, die bewusst kleiner starten, sich bei Erfolg aber schnell weiterentwickeln können. Aus einem einzelnen Pop-up kann später ein dauerhaftes Store-Konzept oder ein größerer Roll-out entstehen. Für Dienstleister kann gerade dieser frühe Einstieg besonders interessant sein.

    Chancen für flexible Teams

    Temporäre Projekte benötigen häufig Partner, die mehrere Aufgaben übernehmen können und eng mit Agenturen, Marken und Vermietern zusammenarbeiten. Interessant sind deshalb insbesondere Anbieter, die Planung und Umsetzung verbinden oder kurzfristig zusätzliche Kapazitäten bereitstellen können.

    RBN Opportunity:
    Pop-up-Stores, Shop-in-Shop, Store Design, Ladenbau, Produktion, Visual Merchandising, Installation, Logistik und Rückbau.

    RBN Opportunity – powered by VEAM-X

    Symbolbild: KI-generiert

  • Flagship Stores messbar machen

    Flagship Stores messbar machen

    Wie Customer Experience und Flächenperformance zusammenwirken

    Flagship Stores sind weit mehr als Verkaufsflächen. Sie sollen Marke erlebbar machen, Orientierung geben, Emotionen erzeugen und gleichzeitig wirtschaftlich funktionieren. Gerade deshalb stellt sich eine entscheidende Frage: Welche Elemente eines Store-Konzepts funktionieren tatsächlich – und welche sehen lediglich gut aus?

    Architektur, Visual Merchandising, Licht, Warenpräsentation und digitale Elemente werden häufig mit großem Aufwand geplant. Doch nach der Eröffnung bleibt die tatsächliche Nutzung einzelner Bereiche oft schwer zu beurteilen. Welche Wege nehmen Kundinnen und Kunden? Wo entstehen Aufenthaltszonen? Welche Präsentationen erzeugen Aufmerksamkeit – und welche Bereiche werden kaum wahrgenommen?

    Vom Konzept zur Wirkung

    Die Qualität eines Stores entscheidet sich nicht allein am Design. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Gestaltung und Kundenverhalten.

    Ein großzügig inszenierter Eingangsbereich kann beispielsweise optisch überzeugen, ohne Besucher tatsächlich in den Store hineinzuziehen. Eine aufmerksamkeitsstarke Warenpräsentation kann hohe Frequenz erzeugen, aber dennoch nur wenige Kaufimpulse auslösen. Gleichzeitig können kleinere Flächen oder Nebenbereiche überraschend hohe Relevanz entwickeln.

    Für Retailer und Marken bedeutet dies, Store-Konzepte stärker als dynamische Systeme zu betrachten. Wegeführung, Produktplatzierung, Aufenthaltsdauer und Nutzung einzelner Zonen sollten nicht nur einmal geplant, sondern kontinuierlich überprüft werden.

    So entsteht aus Visual Merchandising und Store Design ein messbarer Bestandteil der Flächenperformance.

    Daten schaffen Orientierung

    Genau hier gewinnen Kundenstromanalysen und Heatmaps an Bedeutung. Sie zeigen, wie sich Besucher tatsächlich im Store bewegen und welche Bereiche besonders intensiv oder nur selten genutzt werden.

    In Verbindung mit weiteren Kennzahlen entsteht ein deutlich genaueres Bild der Store Performance. Veränderungen lassen sich vergleichen, neue Präsentationen bewerten und Optimierungen gezielter umsetzen.

    Eine Plattform wie VEAM-X kann diese Informationen zusammenführen. Kundenströme, Heatmaps, Flächenbeobachtungen und weitere Store-KPIs werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern in einen gemeinsamen Zusammenhang gebracht. KI-gestützte Analysen können zusätzlich helfen, Auffälligkeiten und Optimierungspotenziale schneller sichtbar zu machen.

    Der entscheidende Vorteil liegt dabei nicht in möglichst vielen Daten. Entscheidend ist, aus den vorhandenen Informationen konkrete Maßnahmen für die Fläche abzuleiten.

    Für Flagship Stores bedeutet das: Das Markenerlebnis bleibt emotional und kreativ – wird gleichzeitig aber nachvollziehbarer und messbarer.

    Retailbrandnews wird das Thema Store Performance künftig regelmäßig aufgreifen und zeigen, wie Marken und Retailer ihre Flächen systematisch analysieren und weiterentwickeln können.

    RBN Store Performance Insights – powered by VEAM-X.

    Symbolbild: KI-generiert

  • Marcella Orrico

    Marcella Orrico

    Visual Merchandising weitergedacht

    Marcella Orricos beruflicher Weg verbindet langjährige Erfahrung im Fashion-Retail mit Visual Merchandising, Markenführung und zunehmend auch strategischem Marketing. Stationen bei Unternehmen wie Galeria Kaufhof, Peek & Cloppenburg, Tommy Hilfiger, Breuninger, s.Oliver und Mustang haben ihren Blick auf Verkaufsfläche, Markeninszenierung und Kundenansprache geprägt.

    Ausgangspunkt ihrer Laufbahn war die praktische Arbeit im Store. Diese Nähe zur Fläche ist bis heute ein wichtiger Bestandteil ihres beruflichen Verständnisses. Mit zunehmender Verantwortung kamen konzeptionelle, strategische und bereichsübergreifende Aufgaben hinzu. Bei Mustang verbindet sie heute Visual Merchandising, Store Design, Trade Marketing und Consumer Marketing zu einem ganzheitlichen Markenauftritt.

    Marketing als verbindendes Element

    Einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer beruflichen Entwicklung markiert der erfolgreiche Abschluss ihres Studiums zum Bachelor of Marketing. Für Orrico war das Studium das fehlende Bindeglied zwischen ihrer langjährigen Erfahrung im Visual Merchandising und einem umfassenderen Verständnis von Marketing und Markenführung.

    Damit hat sich ihr berufliches Profil nochmals erweitert: Visual Merchandising wird nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil einer übergeordneten Marken- und Kommunikationsstrategie. Verkaufsfläche, Kampagne, Produkt, Kommunikation und Kundenerlebnis greifen dabei immer stärker ineinander.

    Auch die Weitergabe von Wissen spielt für Marcella Orrico eine wichtige Rolle. Seit vier Jahren ist sie bei der IHK Stuttgart als Prüferin für den Ausbildungsberuf „Gestalter für visuelles Marketing“ tätig. Dabei geht es ihr insbesondere darum, Nachwuchskräfte zu fördern und den Beruf auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten.

    Gerade Visual Merchandising befindet sich in einem deutlichen Wandel. Neben Kreativität und handwerklichem Verständnis gewinnen digitale Kompetenzen, Markenverständnis und strategisches Denken zunehmend an Bedeutung.

    KI als neues Werkzeug

    Auch künstliche Intelligenz ist inzwischen Bestandteil der täglichen Arbeit. Besonders bei der Erstellung von Bildmaterial und Texten eröffnen KI-Anwendungen neue Möglichkeiten.

    Orrico sieht darin vor allem die Chance, Prozesse effizienter zu gestalten. Aufgaben, die bislang viel Zeit beanspruchten, können verschlankt werden. Dadurch entsteht wieder mehr Raum für kreative Themen, konzeptionelle Arbeit und die Weiterentwicklung der Marke.

    Entscheidend ist für sie dabei jedoch, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzunehmen. Neue Technologien sollen nicht einfach eingeführt werden, sondern verstanden und sinnvoll in bestehende Arbeitsprozesse integriert werden.

    KI wird damit weniger als Ersatz kreativer Arbeit verstanden, sondern vielmehr als Werkzeug, das dabei helfen kann, repetitive Prozesse zu reduzieren und kreative Ressourcen gezielter einzusetzen.

    Marke international präsentieren

    In den vergangenen zwei Jahren hat Mustang seine Präsenz auf internationalen und nationalen Branchenveranstaltungen deutlich verstärkt. Dazu gehörten unter anderem die Pitti Uomo in Florenz, die CIFF in Kopenhagen sowie die Unitex in Ulm.

    Für diese Messeauftritte entstanden zwei unterschiedliche Konzepte, die innerhalb kurzer Zeit gemeinsam mit externen Partnern entwickelt und umgesetzt wurden.

    Ziel war es, Mustang nicht ausschließlich über seine traditionsreiche Denim-Kompetenz zu präsentieren, sondern die Marke als moderne Lifestyle-Marke erlebbar zu machen. Produkte, Markenwelt und Inszenierung wurden dabei zu einem Gesamtbild verbunden.

    Die Messeauftritte dienen dabei nicht nur der Präsentation neuer Kollektionen. Sie schaffen auch Raum für persönliche Begegnungen, Austausch mit bestehenden Partnern und die Gewinnung neuer Kontakte.

    Durch die internationale Präsenz konnten zusätzliche Partner für die Marke gewonnen und neue Perspektiven auf Märkte und Kundenanforderungen entwickelt werden.

    Marcella Orricos Arbeit bewegt sich damit heute an der Schnittstelle von Visual Merchandising, Marketing, Markenführung und Innovation. Kreativität bleibt dabei ein zentraler Bestandteil – ergänzt durch strategisches Denken, neue Technologien und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Menschen und Prozessen.

    Beitragsfoto: Marcella Orrico · Foto: VM Team Mustang

    HL

    Hinweis: Der Beitrag basiert auf einem früheren Gespräch mit Marcella Orrico und wurde 2026 mit aktuellen Informationen redaktionell überarbeitet.