Autor: Helmut Lippl

  • Pop-up & Shop-in-Shop: Chancen für flexible Partner

    Pop-up & Shop-in-Shop: Chancen für flexible Partner

    Temporäre Konzepte brauchen flexible Partner.

    Pop-up-Stores, Shop-in-Shop-Flächen und temporäre Markeninszenierungen haben sich im Retail längst als feste Formate etabliert. Sie ermöglichen es Marken, neue Standorte zu testen, Produkte gezielt zu inszenieren oder für begrenzte Zeit zusätzliche Präsenz zu schaffen. Gerade weil diese Formate oft schnell geplant und umgesetzt werden müssen, entstehen interessante Chancen für spezialisierte Dienstleister.

    Geschwindigkeit wird zum Erfolgsfaktor

    Temporäre Retail-Konzepte haben meist enge Zeitfenster. Zwischen Planung, Produktion, Aufbau und Eröffnung liegen teilweise nur wenige Wochen. Gefragt sind deshalb Partner, die flexibel reagieren und verschiedene Leistungen miteinander verbinden können – von der technischen Planung über Ladenbau und Produktion bis hin zu Visual Merchandising, Installation und Rückbau. Entscheidend ist dabei weniger die Größe des Dienstleisters als die Fähigkeit, kurzfristig verlässlich zu liefern.

    Shop-in-Shop braucht präzise Umsetzung

    Bei Shop-in-Shop-Konzepten kommt eine weitere Herausforderung hinzu: Die Markenwelt muss sich klar erkennbar vom Umfeld abheben und gleichzeitig in die bestehende Verkaufsfläche integrieren. Materialien, Licht, Möbel, Grafik und Warenpräsentation müssen deshalb exakt aufeinander abgestimmt werden. Für spezialisierte Anbieter ergeben sich daraus Möglichkeiten in den Bereichen Store Design, Ladenbau, Lichtplanung, Produktion und Visual Merchandising.

    Temporäre Flächen als Testfeld

    Pop-up-Stores werden zudem zunehmend genutzt, um neue Konzepte, Standorte oder Zielgruppen zu testen. Dadurch entstehen Projekte, die bewusst kleiner starten, sich bei Erfolg aber schnell weiterentwickeln können. Aus einem einzelnen Pop-up kann später ein dauerhaftes Store-Konzept oder ein größerer Roll-out entstehen. Für Dienstleister kann gerade dieser frühe Einstieg besonders interessant sein.

    Chancen für flexible Teams

    Temporäre Projekte benötigen häufig Partner, die mehrere Aufgaben übernehmen können und eng mit Agenturen, Marken und Vermietern zusammenarbeiten. Interessant sind deshalb insbesondere Anbieter, die Planung und Umsetzung verbinden oder kurzfristig zusätzliche Kapazitäten bereitstellen können.

    RBN Opportunity:
    Pop-up-Stores, Shop-in-Shop, Store Design, Ladenbau, Produktion, Visual Merchandising, Installation, Logistik und Rückbau.

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  • Wenn Frequenz nicht verkauft: Tote Flächen im Store erkennen

    Wenn Frequenz nicht verkauft: Tote Flächen im Store erkennen

    Warum Besucherzahlen allein noch nichts über die Qualität einer Verkaufsfläche aussagen

    Ein gut besuchter Store ist nicht automatisch ein gut funktionierender Store. Entscheidend ist nicht nur, wie viele Menschen eine Fläche betreten, sondern auch, wo sie sich bewegen, wo sie verweilen und welche Bereiche sie kaum wahrnehmen.

    Gerade in größeren Verkaufsflächen entstehen immer wieder Zonen, die trotz guter Gesamtfrequenz wenig Aufmerksamkeit erhalten. Produkte bleiben dort unter ihren Möglichkeiten, Displays werden kaum wahrgenommen und wertvolle Fläche trägt nur begrenzt zur Gesamtperformance bei.

    Frequenz ist nur der Anfang

    Klassische Besucherzahlen zeigen, wie viele Kunden einen Store betreten. Sie beantworten jedoch nicht die Frage, was innerhalb der Fläche passiert.

    Für die Bewertung einer Verkaufsfläche sind deshalb weitere Faktoren interessant: Welche Bereiche ziehen Besucher an? Wo entstehen längere Aufenthaltszeiten? Welche Zonen werden lediglich durchquert – und welche nahezu vollständig gemieden?

    Erst aus dieser Betrachtung entsteht ein differenzierteres Bild der tatsächlichen Store Performance.

    Wenn Gestaltung messbar wird

    Die Ursachen schwacher Flächen können unterschiedlich sein. Eine ungünstige Wegeführung, schlecht positionierte Warenträger, fehlende Sichtachsen oder ein Display, das nicht genügend Aufmerksamkeit erzeugt, können dazu führen, dass einzelne Bereiche deutlich hinter dem übrigen Store zurückbleiben.

    Besonders interessant wird die Analyse nach Veränderungen im Visual Merchandising oder nach einem Umbau. Werden Kundenströme vorher und nachher betrachtet, lässt sich erkennen, ob die Maßnahme tatsächlich eine Veränderung im Verhalten der Besucher bewirkt hat.

    Kleine Veränderungen können große Wirkung haben

    Nicht jede schwache Zone benötigt einen kompletten Umbau. Manchmal reichen bereits eine veränderte Warenplatzierung, ein neuer Blickfang oder eine andere Führung durch die Fläche.

    Der entscheidende Punkt ist, solche Bereiche zunächst zu erkennen. Store Performance beginnt deshalb nicht mit möglichst vielen Daten, sondern mit den richtigen Fragen an die Fläche.

    Für Retailer und Marken entsteht daraus die Möglichkeit, Entscheidungen weniger nach Bauchgefühl und stärker auf Grundlage des tatsächlichen Kundenverhaltens zu treffen.

    RBN Store Performance Insight

    Eine Verkaufsfläche sollte nicht nur Frequenz erzeugen. Entscheidend ist, wie gut sie vorhandene Frequenz nutzt.

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  • Visual Merchandising & Roll-out: Bedarf an flexiblen Partnern

    Visual Merchandising & Roll-out: Bedarf an flexiblen Partnern

    Starke Marken. Starke Flächen

    Neue Kollektionen, saisonale Kampagnen, Promotions und Produkteinführungen sorgen regelmäßig für Bedarf im Visual Merchandising und bei der Umsetzung am Point of Sale. Gefragt sind flexible Partner, die Markenauftritte zuverlässig über viele Standorte hinweg realisieren können.

    Wenn Marken viele Flächen gleichzeitig bespielen müssen

    Neue Kollektionen, saisonale Kampagnen, Promotions und Produkteinführungen sorgen regelmäßig für kurzfristigen Bedarf im Visual Merchandising und bei der Umsetzung am POS. Gerade bei größeren Filialnetzen benötigen Marken Partner, die Konzepte nicht nur entwickeln, sondern auch zuverlässig auf vielen Standorten umsetzen können.

    Gefragt sind flexible Teams für Installation, Dekoration, Warenpräsentation, Qualitätskontrolle und Flächensupport. Entscheidend ist dabei, dass ein einheitlicher Markenauftritt über alle Standorte hinweg gewährleistet bleibt – auch wenn Zeitfenster knapp sind und viele Flächen parallel bearbeitet werden müssen.

    Für spezialisierte Agenturen und Dienstleister liegt die Chance häufig in skalierbaren Roll-outs über mehrere Standorte hinweg. Wer kreative Konzepte mit operativer Umsetzung, sauberem Reporting und verlässlicher Qualitätskontrolle verbindet, kann sich als langfristiger Partner im Retail positionieren.

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    Visual Merchandising, POS-Umsetzung, Flächensupport, Installation, Dekoration und bundesweite Roll-outs.

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  • Store Expansion: Chancen für Store Design und Ladenbau

    Store Expansion: Chancen für Store Design und Ladenbau

    Neue Flächen. Neue Chancen

    Expansion, Standortoptimierung und die Modernisierung bestehender Stores bleiben wichtige Themen im stationären Handel. Für Store Designer, Ladenbauer, Lichtplaner, Visual-Merchandising-Spezialisten und Produktionspartner entstehen daraus regelmäßig neue Projektmöglichkeiten.

    Besonders gefragt sind Konzepte, die Gestaltung, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden. Gleichzeitig erwarten Marken zunehmend flexible Lösungen, die sich auf unterschiedliche Flächenformate übertragen und effizient ausrollen lassen.

    Für Dienstleister lohnt es sich deshalb, Expansionspläne, neue Standortankündigungen und Refurbishment-Programme frühzeitig zu beobachten. Interessante Einstiegsmöglichkeiten entstehen häufig bereits lange vor einer formellen Ausschreibung – etwa bei der Konzeptentwicklung, bei Pilotflächen oder bei der Suche nach geeigneten Umsetzungspartnern.

    Wo Chancen entstehen

    Potenzial bieten insbesondere Neueröffnungen, Umbauten, Shop-in-Shop-Konzepte, temporäre Flächen, Flagship-Stores und die Modernisierung bestehender Filialnetze. Neben klassischen Ladenbauleistungen gewinnen dabei Themen wie energieeffiziente Beleuchtung, modulare Einrichtungssysteme, nachhaltige Materialien und eine flexible Nutzung der Fläche an Bedeutung.

    Für kleinere und spezialisierte Anbieter kann gerade die Zusammenarbeit mit größeren Generalunternehmern, Agenturen oder internationalen Marken ein interessanter Zugang zu neuen Projekten sein.

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    Store Design, Ladenbau, Lichtplanung, Visual Merchandising, Produktion, Installation und Roll-out.

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  • Architektur trifft Kosmos

    Architektur trifft Kosmos

    Kosmische Erlebniswelt

    Das Sales Center of Poly F.S. Skyline Garden in Dongguan City zeigt, wie Innenarchitektur weit über reine Funktion hinausgehen kann. Das Projekt verbindet Raum, Licht, Kunst und Inszenierung zu einer Umgebung, die an eine Reise durch den Kosmos erinnert. So entsteht ein gestalterisches Konzept, das Besucher nicht nur informiert, sondern in eine atmosphärische Erlebniswelt eintauchen lässt.

    Kunst im Kosmos

    Das am Fluss gelegene Sales Center verbindet transparente Architektur mit Kunstinstallationen, Licht und räumlicher Inszenierung. Die Innenräume greifen Motive aus dem Kosmos auf und schaffen eine fast surreale Atmosphäre, in der Architektur und Kunst miteinander verschmelzen.

    Planeten, Umlaufbahnen, Lichtobjekte und skulpturale Elemente ziehen sich durch das dreigeschossige Gebäude. Sie bilden keine bloße Dekoration, sondern sind Teil eines durchgängigen Gestaltungskonzepts. So entsteht eine Erlebniswelt, die Besucher durch unterschiedliche Räume führt und immer wieder neue Perspektiven eröffnet.

    Ein Raumkonzept zwischen Licht und Fantasie

    In der Eingangshalle hängt das kugelförmige Kunstwerk „0000FF“ – benannt nach dem hexadezimalen Farbcode für Blau. Eingebettet in ein farbiges Lichtspiel wirkt es wie ein leuchtender Himmelskörper und prägt die Atmosphäre des gesamten Raums.

    Im Erdgeschoss ergänzt die Skulptur „Titan“ die Inszenierung. Die Figur nimmt Bezug auf die Titanen der griechischen Mythologie und markiert den Auftakt zu einer räumlichen Erzählung, die das Thema Weltraum im gesamten Sales Center fortführt.

    Kapselartiger Markenpavillon

    Neben der Eingangshalle befindet sich ein kapselartig geformter Markenpavillon. Seine Außenfläche dient als Projektionsfläche für kosmische Motive und kulturelle Bezüge zu Dongguan.

    Im Inneren setzt eine digitale Installation die Geschichte und Zukunft des Skyline Garden räumlich in Szene. Projektionen auf Boden und Decke sowie spiegelnde Flächen schaffen ein immersives Raumerlebnis.

    Glänzende und matte Oberflächen ziehen sich über Wände, Decken, Säulen und die Kapselstruktur und verbinden die verschiedenen Ebenen optisch miteinander.

    Der Große Wagen als Gestaltungsmotiv

    Im zweiten Obergeschoss setzen sternförmige Lichtobjekte und reflektierende Oberflächen das kosmische Thema fort. Weiße Kugelleuchten sind dabei nach dem Muster des Großen Wagens angeordnet.

    Auch im dritten Obergeschoss arbeitet die Gestaltung intensiv mit Licht und Reflexion. Ein langes Lichtband und perforierte Metallflächen erzeugen eine beinahe schwebende Wirkung und strukturieren die unterschiedlichen Bereiche.

    Geschlossene und offene Zonen wechseln sich ab. Leseecke, Gesprächsbereiche und Bar öffnen sich zur Flussseite und verbinden Aufenthaltsqualität mit dem inszenierten Raumkonzept.

    Kunst als funktionales Raumerlebnis

    Farbige, transparente Glaselemente bilden eine Gruppe skulpturaler Installationen. Ihre unregelmäßigen Formen erzeugen ein lebendiges Wechselspiel aus Licht, Farbe und Schatten.

    Spielerische Figuren und Objekte greifen das Weltraumthema auf und erweitern die Architektur um eine erzählerische Ebene. So entsteht eine Fantasiewelt, in der sich Kunst, Raum und unterschiedliche Motive miteinander verbinden.

    Architektur als Gesamtkunstwerk

    Das Konzept will bewusst mehr sein als ein klassisches Verkaufszentrum. Architektur, Kunst und Inszenierung werden zu einer zusammenhängenden räumlichen Erzählung verbunden. T.K. Chu Design übernimmt dabei eine kuratorische Rolle und integriert die einzelnen Kunstwerke gezielt in das Gesamtkonzept.

     

    Projekt: Sales Center of Poly F.S. Skyline Garden
    Gestaltungskontext: Innenarchitektur und künstlerische Rauminszenierung mit kosmischer Thematik

    HL

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  • Store Performance steuern

    Store Performance steuern

    Wie aus Daten konkrete Maßnahmen für die Verkaufsfläche entstehen

    Daten allein verbessern noch keinen Store. Erst wenn aus Beobachtungen und Kennzahlen konkrete Entscheidungen entstehen, wird Store Performance zu einem echten Managementinstrument.

    Viele Retailer verfügen heute über unterschiedlichste Informationen: Frequenzzahlen, Umsätze, Conversion Rates, Kundenbewegungen oder Erkenntnisse aus Store Visits. Häufig liegen diese Daten jedoch in verschiedenen Systemen oder werden nur punktuell ausgewertet.

    Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie lassen sich diese Informationen so verbinden, dass daraus konkrete Maßnahmen für die Verkaufsfläche entstehen?

    Vom Messen zum Handeln

    Eine hohe Kundenfrequenz ist beispielsweise zunächst positiv. Bleibt die Conversion jedoch niedrig, lohnt sich ein genauerer Blick. Liegt es an der Warenpräsentation? An fehlender Orientierung? An Wartezeiten? Oder daran, dass besonders frequentierte Bereiche nicht mit den passenden Produkten bespielt werden?

    Ähnliches gilt für Visual-Merchandising-Maßnahmen. Ein neues Schaufenster oder eine veränderte Produktpräsentation kann optisch überzeugen. Ob sie tatsächlich Wirkung erzielt, zeigt sich aber erst im Vergleich: Verändert sich die Frequenz? Bleiben Besucher länger? Werden bestimmte Sortimente stärker wahrgenommen?

    Store Performance wird damit zu einem kontinuierlichen Prozess:

    beobachten, analysieren, verändern und erneut messen.

    Gerade bei Filialnetzen entsteht dadurch ein zusätzlicher Vorteil. Unterschiedliche Standorte lassen sich miteinander vergleichen. Erfolgreiche Maßnahmen können identifiziert und auf andere Stores übertragen werden, während schwächere Flächen gezielt untersucht werden.

    Wissen im Unternehmen nutzen

    Neben den klassischen Kennzahlen spielt auch das Wissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Fläche eine wichtige Rolle.

    Store Manager und Visual-Merchandising-Teams erkennen häufig sehr schnell, welche Präsentationen funktionieren oder an welchen Stellen Kunden Orientierung benötigen. Werden diese Erfahrungen mit messbaren Daten verbunden, entsteht ein deutlich vollständigeres Bild.

    Eine Plattform wie VEAM-X kann dabei unterschiedliche Informationen in einem zentralen System zusammenführen. KPI-Dashboards, Heatmaps und Kundenstromanalysen lassen sich mit Beobachtungen aus dem Store kombinieren. Über ein Guideline-Center können zusätzlich Standards und Maßnahmen für einzelne Flächen oder Standorte hinterlegt werden.

    KI-gestützte Analysen können anschließend helfen, Auffälligkeiten und Veränderungen schneller zu erkennen. Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch erst dann, wenn daraus konkrete Aufgaben abgeleitet werden – beispielsweise eine veränderte Warenplatzierung, eine neue Wegeführung oder die Anpassung eines Visual-Merchandising-Konzepts.

    So wird Store Performance von einer reinen Analyse zu einem laufenden Optimierungsprozess.

    Für Marken und Retailer liegt darin eine große Chance: Entscheidungen über die Fläche werden nachvollziehbarer, Maßnahmen vergleichbarer und Erfahrungen aus einzelnen Stores können systematisch im gesamten Unternehmen genutzt werden.

    Denn erfolgreiche Verkaufsflächen entstehen nicht durch eine einmalige Planung. Sie entwickeln sich kontinuierlich weiter.

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  • Kundenwege verstehen

    Kundenwege verstehen

    Was Bewegungsmuster über die tatsächliche Qualität einer Verkaufsfläche verraten

    Eine Verkaufsfläche kann sorgfältig geplant, hochwertig gestaltet und mit einem überzeugenden Sortiment bestückt sein. Ob sie tatsächlich funktioniert, zeigt sich jedoch erst im Verhalten der Kundinnen und Kunden.

    Welche Bereiche werden zuerst angesteuert? Wo bleiben Besucher länger stehen? Welche Zonen werden regelmäßig durchquert, ohne dass dort echte Aufmerksamkeit entsteht? Und gibt es Flächen, die trotz guter Lage kaum wahrgenommen werden?

    Solche Fragen werden für Marken und Retailer immer wichtiger. Denn Kundenbewegungen machen sichtbar, ob ein Store-Konzept in der Praxis so funktioniert, wie es ursprünglich geplant wurde.

    Die Fläche aus Kundensicht

    Klassische Kennzahlen wie Umsatz, Bonhöhe oder Conversion Rate zeigen, was wirtschaftlich passiert. Sie erklären aber nur begrenzt, warum bestimmte Bereiche besser oder schlechter funktionieren.

    Genau hier setzt die Analyse von Kundenströmen an.

    Bewegungsmuster können beispielsweise zeigen, dass Besucher einen bestimmten Bereich zwar häufig passieren, dort aber kaum verweilen. Umgekehrt kann eine kleinere Zone eine überraschend hohe Aufenthaltsdauer aufweisen. Beide Erkenntnisse liefern wertvolle Hinweise für Warenplatzierung, Visual Merchandising und Wegeführung.

    Auch sogenannte „kalte Zonen“ einer Verkaufsfläche werden dadurch sichtbar. Das können Bereiche sein, die aufgrund ihrer Lage, Beleuchtung, Möblierung oder Präsentation weniger Aufmerksamkeit erhalten. Schon kleine Veränderungen können hier Wirkung zeigen – etwa eine andere Platzierung von Warenträgern, stärkere Blickpunkte oder eine veränderte Wegeführung.

    Store Performance bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, einen Store komplett neu zu gestalten. Häufig geht es vielmehr darum, vorhandene Flächen besser zu verstehen und gezielt weiterzuentwickeln.

    Aus Beobachtung wird Optimierung

    Besonders interessant wird die Analyse, wenn unterschiedliche Zeiträume miteinander verglichen werden.

    Wie verändert sich die Nutzung einer Fläche nach einem Umbau? Welche Auswirkungen hat ein neues Visual-Merchandising-Konzept? Werden bestimmte Bereiche nach einer Sortimentsveränderung stärker frequentiert? Und wie unterscheiden sich einzelne Stores innerhalb eines Filialnetzes?

    Solche Vergleiche ermöglichen es, Entscheidungen weniger allein aus dem Bauchgefühl heraus zu treffen.

    Eine Plattform wie VEAM-X kann Kundenstromdaten, Heatmaps und Store-Kennzahlen in einer gemeinsamen Oberfläche zusammenführen. Dadurch lassen sich Muster erkennen und Entwicklungen über einen längeren Zeitraum beobachten.

    Die KI-gestützte Auswertung kann zusätzlich dabei helfen, Auffälligkeiten sichtbar zu machen – beispielsweise ungewöhnliche Veränderungen in der Frequenz einzelner Zonen oder wiederkehrende Unterschiede zwischen verschiedenen Standorten.

    Entscheidend bleibt jedoch die Interpretation. Daten ersetzen nicht die Erfahrung von Retail-, Visual-Merchandising- oder Store-Teams. Sie ergänzen sie um eine zusätzliche Perspektive.

    Gerade diese Verbindung kann besonders wertvoll sein: Erfahrung auf der Fläche trifft auf messbares Kundenverhalten.

    Für Marken und Retailer entsteht damit die Möglichkeit, Store Performance nicht nur rückblickend zu bewerten, sondern kontinuierlich weiterzuentwickeln.

    Denn am Ende entscheidet nicht allein die Größe oder Gestaltung einer Verkaufsfläche über ihren Erfolg. Entscheidend ist, wie Menschen diese Fläche tatsächlich nutzen.

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    Text: Helmut Lippl

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  • Flagship Stores messbar machen

    Flagship Stores messbar machen

    Wie Customer Experience und Flächenperformance zusammenwirken

    Flagship Stores sind weit mehr als Verkaufsflächen. Sie sollen Marke erlebbar machen, Orientierung geben, Emotionen erzeugen und gleichzeitig wirtschaftlich funktionieren. Gerade deshalb stellt sich eine entscheidende Frage: Welche Elemente eines Store-Konzepts funktionieren tatsächlich – und welche sehen lediglich gut aus?

    Architektur, Visual Merchandising, Licht, Warenpräsentation und digitale Elemente werden häufig mit großem Aufwand geplant. Doch nach der Eröffnung bleibt die tatsächliche Nutzung einzelner Bereiche oft schwer zu beurteilen. Welche Wege nehmen Kundinnen und Kunden? Wo entstehen Aufenthaltszonen? Welche Präsentationen erzeugen Aufmerksamkeit – und welche Bereiche werden kaum wahrgenommen?

    Vom Konzept zur Wirkung

    Die Qualität eines Stores entscheidet sich nicht allein am Design. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Gestaltung und Kundenverhalten.

    Ein großzügig inszenierter Eingangsbereich kann beispielsweise optisch überzeugen, ohne Besucher tatsächlich in den Store hineinzuziehen. Eine aufmerksamkeitsstarke Warenpräsentation kann hohe Frequenz erzeugen, aber dennoch nur wenige Kaufimpulse auslösen. Gleichzeitig können kleinere Flächen oder Nebenbereiche überraschend hohe Relevanz entwickeln.

    Für Retailer und Marken bedeutet dies, Store-Konzepte stärker als dynamische Systeme zu betrachten. Wegeführung, Produktplatzierung, Aufenthaltsdauer und Nutzung einzelner Zonen sollten nicht nur einmal geplant, sondern kontinuierlich überprüft werden.

    So entsteht aus Visual Merchandising und Store Design ein messbarer Bestandteil der Flächenperformance.

    Daten schaffen Orientierung

    Genau hier gewinnen Kundenstromanalysen und Heatmaps an Bedeutung. Sie zeigen, wie sich Besucher tatsächlich im Store bewegen und welche Bereiche besonders intensiv oder nur selten genutzt werden.

    In Verbindung mit weiteren Kennzahlen entsteht ein deutlich genaueres Bild der Store Performance. Veränderungen lassen sich vergleichen, neue Präsentationen bewerten und Optimierungen gezielter umsetzen.

    Eine Plattform wie VEAM-X kann diese Informationen zusammenführen. Kundenströme, Heatmaps, Flächenbeobachtungen und weitere Store-KPIs werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern in einen gemeinsamen Zusammenhang gebracht. KI-gestützte Analysen können zusätzlich helfen, Auffälligkeiten und Optimierungspotenziale schneller sichtbar zu machen.

    Der entscheidende Vorteil liegt dabei nicht in möglichst vielen Daten. Entscheidend ist, aus den vorhandenen Informationen konkrete Maßnahmen für die Fläche abzuleiten.

    Für Flagship Stores bedeutet das: Das Markenerlebnis bleibt emotional und kreativ – wird gleichzeitig aber nachvollziehbarer und messbarer.

    Retailbrandnews wird das Thema Store Performance künftig regelmäßig aufgreifen und zeigen, wie Marken und Retailer ihre Flächen systematisch analysieren und weiterentwickeln können.

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  • China: Einzelhandel unter Druck

    China: Einzelhandel unter Druck

    Markenstores verlieren, Onlinehandel wächst

    Der chinesische Einzelhandel entwickelt sich 2026 deutlich verhaltener als in früheren Jahren. Von Januar bis Juli stiegen die Einzelhandelsumsätze mit Konsumgütern lediglich um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Juli lag das Plus sogar nur bei 0,6 Prozent. Damit bleibt der chinesische Konsummarkt zwar auf Wachstumskurs, die Dynamik ist jedoch gering.

    Besonders interessant ist der Blick auf die unterschiedlichen Vertriebsformen. Während Convenience Stores in den ersten sieben Monaten um 6,1 Prozent und Supermärkte um 3,8 Prozent zulegen konnten, verzeichneten klassische Warenhäuser einen Rückgang von 2,4 Prozent. Besonders deutlich fiel das Minus bei Marken- und Spezialgeschäften aus: Die Umsätze von Brand Stores lagen 9,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

    Neue Anforderungen an Marken

    Für internationale Marken bleibt China dennoch einer der wichtigsten und zugleich anspruchsvollsten Konsummärkte. Das aktuelle Zahlenbild zeigt, dass allein eine starke Marke oder ein prominenter Standort nicht mehr automatisch für Frequenz und Umsatz sorgen.

    Gefragt sind Store-Konzepte, die einen klaren Mehrwert gegenüber dem digitalen Einkauf bieten. Beratung, Inszenierung, Service, Community-Angebote und eine stärkere Verbindung zwischen Online- und Offline-Kanälen gewinnen damit weiter an Bedeutung.

    Gleichzeitig zeigt der Onlinehandel weiterhin eine höhere Dynamik. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der gesamte chinesische Onlinehandel mit Waren und Dienstleistungen um 5,2 Prozent. Der Onlineverkauf von Bekleidung legte dabei um 6,2 Prozent zu.

    Der Store muss mehr leisten

    Für Retailer und Marken entsteht daraus eine klare Herausforderung: Der physische Store muss mehr sein als Verkaufsfläche. Er wird zum Ort für Markeninszenierung, Beratung und Erlebnis – und gleichzeitig zum Bestandteil einer zunehmend kanalübergreifenden Customer Journey.

    China bleibt damit ein hochinteressanter Retail-Markt. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung, wie schnell sich die Anforderungen verändern. Wer dort erfolgreich sein will, muss Formate, Flächen und Vertriebsstrategien kontinuierlich anpassen.

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  • Hohe Strompreise belasten den Handel

    Hohe Strompreise belasten den Handel

    Energiekosten bleiben ein Wettbewerbsfaktor

    Hohe Strompreise bleiben für Unternehmen und Verbraucher in Deutschland eine erhebliche Belastung. Nach einer aktuellen Analyse des Vergleichsportals Verivox weist Deutschland innerhalb der G20-Staaten die höchsten Strompreise auf. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert deshalb eine deutliche Entlastung bei Steuern und Abgaben.

    Nach der Untersuchung liegt der durchschnittliche Strompreis in Deutschland bei 35,6 Cent je Kilowattstunde. Es folgen Italien mit 34,5 Cent und Großbritannien mit 32,4 Cent. Deutlich niedriger sind die Preise beispielsweise in Frankreich mit 23,3 Cent und in den USA mit 18,3 Cent.

    Belastung für Handel und Konsum

    Für den Einzelhandel wirken sich hohe Energiekosten gleich mehrfach aus. Beleuchtung, Kühlung, technische Infrastruktur, Logistik und der Betrieb von Verkaufsflächen verursachen laufende Kosten. Gerade bei großen Filialnetzen können bereits kleinere Preisunterschiede erhebliche Auswirkungen haben.

    Gleichzeitig betrifft die Entwicklung auch die Verbraucher. Steigende Ausgaben für Energie reduzieren den finanziellen Spielraum der privaten Haushalte und können sich damit unmittelbar auf die Konsumbereitschaft auswirken. Gerade vor dem Hintergrund einer weiterhin verhaltenen Verbraucherstimmung kommt den Energiekosten deshalb besondere Bedeutung zu.

    Der HDE fordert eine Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher und Unternehmen. Aus Sicht des Verbandes könnten niedrigere Stromkosten sowohl die privaten Haushalte als auch den Handel entlasten und damit zusätzliche Impulse für Konsum und Wirtschaft setzen.

    Wettbewerbsfähigkeit im Blick

    Für Handelsunternehmen ist Energie längst mehr als ein reines Kostenthema. Die Höhe der Strompreise beeinflusst Investitionen, Standortentscheidungen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

    Besonders der stationäre Handel steht dabei vor der Herausforderung, moderne und attraktive Verkaufsflächen zu betreiben und gleichzeitig die laufenden Kosten im Griff zu behalten. Effiziente Beleuchtung, intelligente Gebäudetechnik und ein bewusster Umgang mit Energie werden daher zunehmend Bestandteil moderner Store-Konzepte.

    RBN-Fazit: Bezahlbare Energie ist nicht nur für die Industrie von Bedeutung. Auch für Handel, Konsum und attraktive Innenstädte sind wettbewerbsfähige Energiekosten ein wichtiger Standortfaktor.

    Quelle: Handelsverband Deutschland (HDE), 2. September 2026.

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