Und es hat BÄM gemacht…

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11.03.2022

Bei den Frühjahrsschaufenstern von Leffers dreht sich alles um Farbe und dann macht es BÄM.

„Wir schenken Euch Farbe und machen BÄM“, heißt es in einer Pressemitteilung von Leffers bezüglich der Frühjahrsschaufenster 2022 in den Leffers-Häusern.

„Unser Motto ist ton in ton und nennt sich monochrom, das ist alles andere als eintönig“, beschreibt Adele Baffa, Leitung visuelles Marketing bei Leffers, die Frühjahrsinstallation und fügt hinzu: „Unsere Schaufenster wurden konsequent ton in ton ausgestattet. Um viele Variationen reinzubringen, haben wir vier Konzeptfarben festgelegt“.

Schaufensterkonzept

Mit den Konzeptfarben Mandarine, Flieder, Lemmon und Aqua werden Variationen ins Schaufenster gebracht. Dadurch unterscheiden sich auch die Blickfänge in jedem Fenster.

Kassetten an den Rückwänden lassen eine Wohnrauminszenierung entstehen. Die Raumkompositionen wurden bewusst mit Brüchen inszeniert. Verschiedene Gegenstände des Alltags wurden an den Rückwänden zu einer Kollage gestaltet. Der Materialmix mit Doppelstegplatten schimmern wie Seifenblasen.

Schubladenwände, aus denen Pflanzen wachsen, wurden in Mandarine getränkt und das Wohnzimmer wurde in den Farben Aqua und Lemmon eingetaucht.

Inszenierung der Fashion-Themen

„Unsere Fashion-Themen wurden im Kontrast zu den monochromen Inszenierungen gesetzt, so erzielen wir einen ‚Bäm-Effekt'“, sagt Adele Baffa und ergänzt: „Jeder Monat wird unter einem anderen Trendthema gespielt und das ist vom Schaufenster bis in den Innenraum und auf der Website eine durchgehende Story“.

„Wir tragen dazu bei, die Welt ein bisschen schöner zu gestalten“

Ein RBN-Gespräch mit Adela Baffa, Leiterin für visuelles Marketing bei Leffers, über das neue Konzept und das Nachwuchsproblem.

Retailbrandnews: Frau Baffa, wir haben gerade das sehr inspirierende Schaufensterkonzept kurz beschrieben. Mich würde interessieren, wie Sie auf dieses Thema gekommen sind?

Adela Baffa: Wir haben ein Schaufenster im letzten Frühjahr in eine Farbe getaucht, um ein „Box-Effekt“ zu erzielen. Das heißt, anders als sonst haben wir Rückwand, Seitenwände, Boden und Decke in eine Farbe getaucht, was wir zuvor noch nie gemacht haben. Der Mehraufwand war da, dennoch war die Wirksamkeit so groß, dass klar war, das machen wir 2022 mit allen Fenstern.

RBN: Welche Materialien haben Sie eingesetzt, um Ihrem Konzept Nachdruck zu verleihen?

Adela Baffa: Wir haben transparente Doppelstegplatten eingesetzt, das ist erstmal nichts Spannendes. Deshalb haben wir diese mit einer Multicolour Folie kaschieren lassen. Der Effekt ist super cool und hier war die Inspiration ein Raumteiler von Rayures Glas Italia. Zudem haben wir in den Schaufenstern Kassettenwände montiert, um auch hier mit unterschiedlichen Oberflächen und Strukturen Spannung zu erzeugen.

RBN: Wieviele VM’s haben an der Umsetzung des Konzepts gearbeitet?

Adela Baffa: Ohne die Vorbereitungszeit zu erwähnen, haben wir in drei Wochen mit 21 Gestaltern für visuelles Marketing das Konzept auf 13.000 Quadratmetern umgesetzt. Denn das Konzept zieht sich von außen nach innen durch und spiegelt sich auch in unserer gesamten Werbung wieder.

RBN: Apropos Visual Merchandiser: Wie viele Gestalter für visuelles Marketing arbeiten in Ihrem Team?

Adela Baffa: Im Bereich der Dekoration arbeiten wir mit 14 Kolleginnen und Kollegen. In Oldenburg ist die Marketingabteilung in drei Schwerpunkte aufgeteilt, daher erwähne ich meinen Zuständigkeitsbereich der Dekoration. Das beinhaltet 13 Schaufenster und die Inszenierungspunkte im Innenbereich.

RBN: Sie erweitern derzeit Ihr Team und suchen neue Gestalter für visuelles Marketing. Sind Sie schon fündig geworden?

Adela Baffa: Wir suchen schon seit Dezember neue Teammitglieder und konnten erst eine von drei Stellen besetzen. Gefühlt wird momentan in vielen Bereichen gesucht, das Nachwuchsproblem ist nicht nur im Textilhandel ein Thema, aber das ist ja nicht neu.

RBN: Wie Sie es bereits angesprochen haben, erweist sich die Suche nach professionellen Gestaltern als sehr schwierig. Worauf führen Sie das zurück?

Adela Baffa: Ich denke das die Arbeitszeiten im Einzelhandel ein Hauptthema sind, vor allem, weil der Samstag ein Werktag ist. Der Fokus bei vielen Menschen liegt doch auf dem ausgeglichenen Anteil, zwischen Arbeit und Freizeit. Zudem ist die Bezahlung ein weiteres Thema. Der Einzelhandel kann hier nur schwer Punkten. Die Gehaltsunterschiede zu anderen Branchen mit vergleichbaren Voraussetzungen und vergleichbarer Ausbildung sind groß.

Ich glaube aber, dass man Gestalter*in für visuelles Marketing aus Überzeugung wird, und weil man es liebt den Menschen Bilder in die Köpfe zu setzen. Es ist doch so: wir tragen dazu bei, die Welt ein kleines, mini, bisschen, schöner zu gestalten!

RBN: Frau Baffa, vielen Dank für das Gespräch.

Inteview: Helmut Lippl

 

www.leffers.de

Fotos: Leffers

HL