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23.11.21

Nina Lembcke ist Head of Retail & Visual Merchandising bei Marc Cain.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Fabienne Klett ist Nina Lembcke als Head of Retail bei Marc Cain verantwortlich für alle Stores und Outlets des Unternehmens in der D-A-CH und Benelux-Region. Darüber hinaus leitet die 30-Jährige die Bereiche Visual Merchandising und Trade Marketing.

Vielseitiger Aufgabenbereich

“Mein Aufgabenbereich ist sehr vielseitig und birgt täglich neue Herausforderungen. Genau das liebe ich daran“, fasst Nina Lembcke ihren Job als Head of Retail & Visual Merchandising bei Marc Cain zusammen. „Zu meinen liebsten Projekten gehören natürlich Neueröffnungen aber auch Trade Marketing Events am PoS und die Koordination des hauseigenen Fashion Coachings für alle Verkaufskräfte zwei Mal im Jahr“, so die leidenschaftliche Seglerin und Fotografin weiter.

Zu den Aufgaben der in Überlingen am Bodensee geborenen Kreativen gehören neben der Koordination und Leitung aller Retail-Teams auch die Umsetzungsplanung der saisonalen Schaufensterkampagnen sowie die Führung der festangestellten Visual Merchandiser im Außendienst.

Nachdem sie ihre Karriere bei Marc Cain zunächst im Bereich Customer Service E-Commerce begonnen hatte, folgten unterschiedliche Positionen innerhalb des Unternehmens von Junior Retail Specialist über Retail Area Manager, Teamlead Visual Merchandising bis hin zu ihrer jetzigen Funktion als Head of Retail & Visual Merchandising.

Zusammenhalt ist noch stärker geworden

Die Absolventin des Studiengangs Multilingual Management beschreibt sich selbst als einen sehr fröhlichen, offenen und kommunikativen Menschen, frei nach dem Motto: You are never fully dressed without a smile. Es scheint so, als habe ihr diese Lebenseinstellung auch in den vergangenen Monaten dabei geholfen, die Herausforderungen in Verbindung mit der Corona-Pandemie zu meistern. „Persönlich habe ich in dieser Zeit viel über mich und das Verhalten anderer Menschen sowie die Wertschätzung essenzieller Dinge gelernt“, verrät Nina Lembcke, um anschließend die Situation bei Marc Cain zu bilanzieren: „Geschäftlich haben wir die Krise bisher sehr gut meistern können. Wir haben tolle Mitarbeiter und das WIR-Gefühl bei Marc Cain ist durch die Krise noch stärker geworden. Wir blicken optimistisch und motiviert in die Zukunft.“

Veränderungen im Handel

Grundsätzlich, so Lembcke weiter, habe sich der stationäre Handel zuletzt nachhaltig verändert, und das nicht allein durch die Pandemie. „Veränderungen sind im Zuge von Corona nur schneller vorangeschritten und letztlich entpuppten sich jene als Krisen-Gewinner, die der Digitalisierung schon zugesprochen waren.“ Die Expertin für den Bereich Retail und Visual Merchandising spricht in diesem Zusammenhang von einem sich grundlegend verändernden Einkaufsverhalten der Kundinnen und Kunden.

Deshalb sei es wichtig hier zukünftig ein „allumfassendes Erlebnis“ bieten zu können, und zwar unabhängig vom Kanal, über den der Einkauf von statten gehe. „Was den stationären Handel angeht, so ist hier die persönliche Beziehung zum Kunden wichtiger als je zuvor und wird in der Zukunft einen noch größeren Stellenwert einnehmen. Verkaufsmitarbeiterinnen auf den Flächen können hier den Unterschied machen“, lautet Nina Lembckes Fazit.

Hinsichtlich ihrer eigenen Pläne erklärt sie: „Der Handel an sich liegt mir und ich arbeite gerne mit anderen Menschen zusammen. Und so möchte ich auch in Zukunft bei Marc Cain die Weiterentwicklung des Sales-Bereiches unterstützen und für das Unternehmen gewinnbringend gestalten.“

Aktuelles VM-Konzept bei Marc Cain

Was das aktuelle VM-Konzept von Marc Cain angeht, so dreht sich hierbei alles um das Thema „Strick“. Ohnehin gilt das Unternehmen mit Produktionsstandort im baden-württembergischen Bodelshausen als Spezialist in diesem Bereich. „´Strick Made in Germany´ stellt einen innovativen und hoch qualitativen Bestandteil von Marc Cain dar“, so die Leiterin der Abteilung Retail und VM wörtlich. Entwickelt wurde das Konzept von der Interior Abteilung in enger Abstimmung mit den Bereichen Retail, Design und Marketing.

„Wie in jedem unserer Konzepte steckt auch hinter der aktuellen Idee sehr viel Herzblut und jede Menge Liebe zum Detail. Die Kundin wird mitgenommen auf eine Reise, die in den Fenstern beginnt und anschließend fortgeführt wird über die Darstellung der Handwerkskunst Strick bis hin zur Produktpräsentation im Laden“, erklärt Nina Lembke und ergänzt: „Das Ganze wird abgerundet von Erzählungen über den Produktionsstandort und unseren Maschinenpark in Bodelshausen und wird begleitet von Videos mit Hilfe derer die Kundinnen einen umfassenden Eindruck von der Qualität ´Made in Germany´ gewinnen können.“

Digitalisierung in der Branche

Über die enorme Bedeutung von Digitalisierung für die Branche sollte laut Nina Lembcke spätestens seit Beginn der Pandemie nicht mehr diskutiert werden. So seien der Omnichannel-Gedanke, allumfassende Verkaufserlebnisse, personalisiertes Einkaufen und auch Marktplatzgeschäfte zweifelsfrei essenzielle Bestandteil der Zukunft.

Nachhaltigkeit

Auch das Themas Nachhaltigkeit habe (nicht erst seit Corona) einen enormen Stellenwert erlangt und seine Bedeutung wachse weiterhin sehr stark. „Beginnend mit Solaranlangen auf den Dächern der Logistik, über DHL Go Green bis hin zum eigenen Nachhaltigkeits-Label ´Rethink Together´. Hierbei konzentriert sich Marc Cain gleich auf mehrere Material- und Faserstandards, berücksichtig verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte und verfolgt somit einen enorm hohen Anspruch. Die Umsetzung dieses Anspruchs benötigt Zeit sowie hohe und anhaltende Investitionen. Gelabelt werden Produkte, die mindestens 50 % nachhaltige Hauptmaterialien vorweisen, in einem umweltfreundlichen und ressourcensparenden Produktionsprozess hergestellt wurden und deren Konfektionär ein gültiges Sozial Audit vorweisen kann“, versichert Nina Lembcke, die im Thema Nachhaltigkeit auch einen bestimmenden Gestaltungstrend für die Zukunft sieht: „Es wird zukünftig darauf ankommen, eingesetzte Materialien aus nachhaltigen Produktionen wiederzuverwenden und transparente Prozesse aufzuzeigen und zu kommunizieren. Des Weiteren wird sich die Gestaltung ganzheitlich der Customer Experience widmen. Funktionalität im Zusammenspiel mit Emotionalität und im Zeitgeist der aktuellen Trends.“

 

www.marc-cain.de

Foto: Privat

Text: Helmut Lippl