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18.08.2020

Abteilungsleiter Visuelles Marketing & Strategische Planung Mode/ Lifestyle & Sport bei Dodenhof

„Im Rahmen der Fachoberschule für Gestaltung/Grafik habe ich ein Jahrespraktikum im Visuellen Marketing bei Karstadt in der Mönckebergstraße in Hamburg gemacht. Von der ersten Sekunde an hat mich diese Welt gepackt – dieses große Haus, die Atmosphäre bevor der Laden geöffnet wird, die Kreativität, der Drang immer das Beste geben zu wollen und das Gemeinschaftsgefühl im gesamten Haus. Bis heute begleitet mich dieses Gefühl und ich komme davon, im positiven Sinne, nicht mehr los“, beschreibt Gernot Schümann die Faszination für seine Arbeit.

Aufgaben als Abteilungsleiter VM bei Dodenhof

Seit 2016 leitet der 49-jährige die Abteilung Visuelles Marketing & Strategische Planung der Dodenhof Posthausen KG. Zusammen mit den Kollegen des Standorts Kaltenkirchen zählt das gesamte VM-Team 22 Mitarbeiter und fünf Auszubildende und ist für eine Fläche von 44.000 Quadratmetern zuständig. „Das Tolle an meinen Job ist, dass wir bei Dodenhof alles selber entwickeln und entscheiden können. Wir decken die Bereiche Visuelles Marketing und Visual Merchandising in ihrer gesamten Vielfalt ab und arbeiten sehr eng mit der Abteilung Ladenbau im Visual Store Development zusammen“, erklärt Gernot Schümann, der als Konsequenz daraus neben den Teamleitern eine zweite Ebene mit zwei Projektmanagerinnen eingeführt hat, die für die Planung und Durchführung von Fokusflächen, Saisonkonzepten, Visual Store Development usw. zuständig sind.

Zu den verschiedenen Aufgabenfeldern des gelernten Schauwerbegestalters gehören neben kreativer Konzeption und kaufmännischer Planung auch die enge Zusammenarbeit mit Geschäftsführung, Marketing, Einkauf und Vertrieb, sowie die Definition, Entwicklung und Durchsetzung einheitlicher Strategien, Standards und Guidelines. Dazu kommen u.a. Trendscouting, die Analyse abgeschlossener Projekte im Sinne einer stetigen Weiterentwicklung, sowie die Entwicklung und Förderung von Mitarbeitern und Teamstrukturen. Doch auch persönlich und im Hinblick auf seinen eigenen Verantwortungsbereich hält Gernot Schümann nichts davon, sich auf Lorbeeren aus der Vergangenheit auszuruhen: „Für mich ist die größte Herausforderung immer wieder die nächste Saisonphase oder das nächste Projekt. Die ständige Suche nach neuen Ideen und die Frage ob man noch den Ansprüchen genügt, ist auf jeden Fall immer wieder äußerst spannend. Ich bin der festen Überzeugung, nur durch ständiges Reflektieren und Hinterfragen kann man besser werden.“

Dodenhof „Fashion Circus“ im Jahr 2013

Was nicht heißen soll, dass man sich nicht an erfolgreiche Projekte aus der Vergangenheit erinnern sollte, um daraus Motivation und Kraft für neue Aufgaben zu schöpfen. „Eines der der schönsten Projekte mit dem größten Spaßfaktor war unser Fashion Circus im Jahr 2013. Bei dieser Saisoneröffnung hat einfach alles gepasst. Wir hatten ein tolles Gesamtkonzept entwickelt und haben dieses zu 100% in genau der gewünschten Form in allen Bereichen umgesetzt. Da ich zu dieser Zeit in Kaltenkirchen das Visuelles Marketing und das Eventmarketing geleitet habe, war unsere VIP-Fashionshow in Kaltenkirchen der Höhepunkt, mit einem extra geschriebenen Drehbuch, einer Rundbühne und einem wunderbaren Rahmenprogramm – die Kunden fühlten sich wie in einem Fashion Circus“, schwärmt der gebürtige Hamburger, der von 2005 bis 2016 am Dodenhof-Standort in Kaltenkirchen tätig war.

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Den Kundinnen und Kunden Erlebniss bieten

Grundsätzlich versucht der Vater von zwei erwachsenen Kindern nach eigener Aussage immer strategisch und übergreifend an ein Thema heranzugehen. „Mir ist die Sichtweise unserer Kunden am Wichtigsten und daher müssen wir uns bei allen Maßnahmen als erstes die Frage stellen: Was verändert sich für den Kunden?“, so Gernot Schümann, der sich sicher ist: „Die Emotionalisierung und das Erlebnis für den Kunden wird in der Zukunft über Erfolg und Misserfolg im stationären Handel entscheiden. Wir müssen von den positiven Seiten und Systematiken des Online-Handels lernen und diese beide Aspekte in einer Erlebniswelt zusammenführen.“

Für den Abteilungsleiter wird vor allem auch das Thema Nachhaltigkeit und die damit verbundene Verantwortung im visuellen Marketing zukünftige Gestaltungstrends massiv beeinflussen. Die entscheidende Frage lautet für ihn deshalb: „Wie können wir die Aktualität und Modernität in unseren Kampagnen forcieren und trotzdem verantwortungsvoll im Materialeinsatz sein?“ Die Antwort: „Das erfordert von uns noch mehr Kreativität und Flexibilität. Wir müssen unsere Zielgruppen noch genauer definieren und alle Maßnahmen genau auf diese Zielgruppe ausrichten.“ Das stellvertretende Mitglied des Prüfungsausschusses „Gestalter für visuelles Marketing“ der IHK Kiel erwähnt in diesem Zusammenhang die Formate Hotels, Restaurants, Bars und Entertainment: „Phänomenal ist hier die genaue Definition der Zielgruppe und die daraus folgende konsequente Ausrichtung aller Maßnahmen auf dieses Ziel.“

Abschließend erklärt der erfahrene VM-Experte, der Laufen, Fotografie, Musik, Motorräder und Menschen zu seinen vielseitigen Interessen zählt: „Ich möchte unsere Kunden noch viel stärker überraschen und zum Nachdenken anregen. Wichtig ist für mich, dass ich immer wieder an die Grenzen komme, ständig am Team und an mir arbeite und auch die Möglichkeiten dafür bekomme.“

 

PK