„Nur“ Weihnachtskugeln? Mitnichten!

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23.11.2020

Abteilungsleiterin Dekoration und visuelles Marketing, Leila Heller-Wamsler, setzt in den diesjährigen Weihnachtsfenstern der Kaiser Modehäuser in Freiburg auf überdimensionale Kugeln und eine Farbwelt in Rosé-Tönen.

Das Konzept für Weihnachten 2020 fiel laut Leila Heller-Wamsler „sozusagen vom Himmel“. Denn „grundsätzlich“, so die leitende Gestalterin für Visuelles Marketing weiter, „finden Weihnachtskugeln nur selten Eingang in meine Weihnachtsplanungen.“

Doch in diesem Jahr konnte sich die ausgebildete Holzbildhauerin mit der Vorstellung von Kugeln in den Schaufenstern durchaus anfreunden. „Die Idee, sie auf diese Weise einzusetzen gefiel mir ganz gut. Der traditionelle Gedanke, dass zum Fest glänzende Kugeln gehören, wird durch das Spiel der Mannequins mit den Kugeln auf eine andere, buchstäblich größere Ebene gestellt.“

Die Gestaltung, erklärt Leila Heller-Wamsler, biete auf diese Weise mehr Raum für Interpretationen durch die Betrachter. „Spielerisch und sportlich in Bewegung setzen die Mannequins ihre Interaktion mit den Kugeln fort. Es ist auch ein Spiel von Nähe und Distanz. Die Farbwelt in Rosé darf das Herz erwärmen und spricht vor allem den weiblichen Teil im Menschen an.“

Zu Weihnachten Emotionen erzeugen

Speziell in den Wochen vor dem Fest geht es im Hinblick auf die Gestaltungen in den Schaufenstern vor allem auch darum, die Menschen zu emotionalisieren und sie in vorweihnachtliche Stimmung zu versetzen. Laut der Abteilungsleiterin Dekoration und VM sei dies beim aktuellen Projekt geglückt, wie man den Reaktionen der Betrachter entnehmen könne. „Man muss den Kern treffen. Ob und wie sehr es gelingt, jemanden emotional zu erreichen, ist vor allem abhängig vom Betrachter. Ein geübtes Auge für Farbe und Form ist die Grundvoraussetzung dafür. Klare, einfache Formensprache erleichtert den Zugang zum Thema“, so Leila Heller-Wamsler.

Neben einer klaren Formensprache ist es vor allem der Kontrast des hellen LED-Lichts mit der wärmenden Farbe, der eine gewisse Spannung erzeugt. Der VM-Leiterin der Kaiser Modehäuser geht es nach eigener Aussage vor allem darum, für die Ware eine Bühne zu gestalten. In diesem Jahr wurde, nicht zuletzt wegen Corona, dafür eine einfache, aber wirkungsvolle Gestaltung gewählt.

Die riesigen Kugeln sind in der hauseigenen Werkstatt entstanden, hergestellt aus Falconboard. Aus Gründen der Nachhaltigkeit arbeitet man in der VM-Abteilung bei Kaiser meistens mit diesem Material. Die Leuchtringe waren dagegen bereits vorhanden. „Wiederverwendbarkeit ist für uns in den letzten Jahren ein wichtiger Faktor bei der Auswahl unserer Materialien und Requisiten geworden. Die Lichtschläuche finden sicher auch wieder ihren Einsatz“, bestätigt Leila Heller-Wamsler, die bereits seit 1987 als Gestalterin für visuelles Marketing arbeitet.

Die Entstehung einer Schaufenstergestaltung beschreibt sie wie folgt: „Die Konzeption entsteht in meinem Kopf, in der Diskussion mit meinem Team kommen dann weitere Ideen und Ergänzungen dazu. Jeder hat, je nach Spezialgebiet, einen anderen Blickwinkel und eigene Betrachtungen. Wenn das Thema gefühlt wird und man sich damit identifizieren kann, fällt es leicht dafür zu arbeiten.“

Über die Kunst zum visuellen Marketing

Bevor Leila Heller-Wamsler im Bereich des visuellen Marketings zu arbeiten begann, absolvierte sie eine Ausbildung als Holzbildhauerin. Dazu kam ein starkes Interesse an Kunst, Aktmalerei und skandinavischem Design. „Die ausschließlich kommerzielle Absicht unserer Arbeit war mir nie genug“, erklärt sie und verrät: „Die Chance, Schaufenster als Gestaltungsfläche zu begreifen, als Möglichkeit Passanten – nicht nur Kunden – emotional anzuregen und etwas Schönheit in die Stadt zu bringen, erhielt ich 2009 in Freiburg in den Kaiser Modehäusern. Inhaber und Geschäftsführer mit einem Sinn für Kunst und Design tragen diese Idee mit und schätzen die Aufmerksamkeit, die unsere Gestaltungen oft hervorbringen.“

 

www.kaiser-mode.de

PK