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25.09.2020

Head of Visual Merchandising bei Adler Modemärkte und begeisterte Sportlerin.

Das VM-Team von Adler besteht aus elf Personen. Eine Mediengestalterin und eine Team Assistentin arbeiten im Innendienst, neun Merchandiser sind auf den Flächen unterwegs. Das bedeutet im Falle von Adler immerhin 171 Filialen, davon 142 in Deutschland, 24 in Österreich, drei in Luxemburg und zwei in der Schweiz. „Die Konzepte und Entwicklungen entstehen alle inhouse, durch unsere Abteilung. Wir verzichten komplett auf externe Agenturen, wenn es auch sehr sportlich ist, die Themen alle intern abzuwickeln“, verrät die Leiterin der VM-Abteilung, Doris Kapraun.

Sport als große Leidenschaft

Apropos sportlich. Sport ist Doris Kaprauns große Leidenschaft und darüber hinaus ein willkommener Ausgleich zum beruflichen Alltag. „Meine Hobbies sind die Berge und das Laufen. Es gefällt mir, Grenzen für mich persönlich neu auszuloten, neu zu bewerten und einzuschätzen. Den New York Marathon zu laufen und zu finishen war ein besonderes Erlebnis“, erklärt die 44-jährige und schwärmt: „Die Begeisterung der Zuschauer wirkt wie ein Sog auf die Läufer. Man spürt das Vibrieren dieser mächtigen Metropole und die Kraft der New Yorker. Dieser Lauf und das Erlebnis, der Hype um diese Veranstaltung bleiben unvergessen.

Egal ob privat oder beruflich, Doris Kapraun scheut keine Herausforderungen: „Ich bin ein sehr positiver Mensch, der gerne Herausforderungen annimmt und selten stillsteht. Ich liebe Menschen. Veränderungen bringen immer Chancen für etwas Neues mit sich“, so beschreibt die VM-Expertin sich selbst.

Als Head of Visual Merchandising bei Adler verantwortet sie aktuell ganz unterschiedliche Bereiche, darunter auch die Weiterentwicklung von Eigenmarken, die Konzeptionierung von Schaufenstern und Verkaufsflächen, die Entwicklung von VM Guidelines, VM Coachings auf den Flächen, Sourcing, oder die Entwicklung von Materialien für den Point of Sale.

Spannendes Projekt in Abu Dhabi

Als eines der spannendsten Projekte ihrer Karriere bezeichnet die Visual Merchandiserin eine Store-Eröffnung in Abu Dhabi. „Damals war ich noch bei Basler“, erinnert sich Doris Kapraun. „Die örtlichen Gegebenheiten, sowie die unterschiedlichen Kulturen, auch innerhalb des Teams vor Ort, waren sehr spannend. Allein schon die Ware oder das POS-Material aus dem Zoll zu bekommen, war alles andere als gewöhnlich.“ Neben der Basler Fashion GmbH, wo sie insgesamt fünf Jahre lang als Retail Merchandise Coordinator National und International arbeitete,  war Doris Kapraun unter anderem auch als Visual Merchandising Manager DE und AT für die Christ Juweliere und Uhrmacher GmbH (5 Jahre) und als Projektleiterin für die Trade Marketing Service GmbH (1 Jahr) tätig.

Aktuelles VM-Konzept bei Adler

Was das aktuelle VM-Konzept von Adler angeht, so wird dabei laut Doris Kapraun auf grelle Effekte und optische Gags verzichtet, um stattdessen die gezeigten Outfits und Looks in den Vordergrund zu stellen. Dabei wird mit großformatigen Motiven in schwarz/weiß und kräftigem Rot gearbeitet. „Unsere Inszenierung soll Lust auf Mode machen und dabei dem aktuellen Zeitgeist entsprechen“, verrät die Abteilungsleiterin. Bei den Eigenmarken von Adler, wie beispielsweise „my own“ kommen unterschiedliche bedruckte Fototeppiche, mit großformatigen Moods in Kombination mit abgestimmten Deko-Elementen zum Einsatz. „Es ist uns wichtig, den eigenen Charakter der jeweiligen Marke herauszustellen und unseren Kunden unterschiedliche Erlebnisse in den einzelnen Themenwelten zu bieten“, so die VM-Expertin weiter.

Digitale Zukunft & Corona-Lockdown

Dass auch ein Unternehmen wie Adler, das eher ältere KundInnen zu seiner Zielgruppe zählt, bei der Schaffung von Einkaufserlebnissen längst nicht mehr auf digitale Maßnahmen verzichten kann, weiß auch Head of Visual Merchandising, Doris Kapraun: „Aus meiner Sicht muss und wird die Verknüpfung online/offline weiter ausgebaut werden. Dazu wollen wir unsere Kundenkarte und unsere Adler-App instrumentalisieren. Gerade der Corona-bedingte Lockdown hat uns gezeigt, wie wichtig diese Themen sind. Und ja, auch wir werden in Zukunft interaktive Flächen und virtuelle Erlebnisse am POS für unsere Kunden bieten.“

Angesprochen auf besagten Lockdown verrät die erfahrene Visual Merchandiserin: „Die Corona Pandemie ist tatsächlich eine kleine Herausforderung, da sie in ihrem Ausmaß nicht vorhersehbar war. Selbstverständlich haben auch wir den persönlichen Kontakt beibehalten und uns mit Hilfe von regelmäßigen Video Calls ausgetauscht […], haben unsere Themen neu überdacht, aus der aktuellen Perspektive betrachtet und neu priorisiert. Es war und ist eine sehr spannende und lehreiche Zeit.“

Kraft tanken in den Bergen

Um Kraft zu schöpfen und neue Energie zu tanken, reist Doris Kapraun, wie bereits erwähnt, gerne in die Berge und scheut auch hier keine Herausforderungen. So stand im letzten Jahr die Begehung der Zugspitze auf dem Programm. „Leider hat es beim ersten Anlauf nicht funktioniert. Auch das gehört dazu, wenn man in den Bergen unterwegs ist. Mitte Juli waren die Wetterbedingungen aufgrund der Schneemassen so schlecht, dass ab einer Höhe von 1800 Metern nichts mehr ging. Die Situationen einzuordnen und neu einzuschätzen ist in den Bergen aber auch im beruflichen Alltag wahnsinnig wichtig. Im August hatten wir dann mehr Glück und beim zweiten Versuch war es dann umso schöner, endlich auf dem höchsten Gipfel Deutschlands zu stehen.“

 

PK