Cannabis-Laden in Toronto

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15.06.2021

Alchemy eröffnet Kanadas ersten Cannabis-Laden im Herzen von Toronto.

Das von Paolo Ferrari entworfene und innovative Flagship von Alchemy im kanadischen Toronto widersetzt sich den gängigen Cannabis-Klischees und bietet ein von Kunst, Natur und Technologie geprägtes Erlebnis.

Markenidentität

Bei diesem Designkonzept steht die Markenidentität im Vordergrund und hält die Spannung, die gerade in der Welt des Cannabis existiert. Cannabis bietet deswegen ein Spannungsfeld in der Öffentlichkeit, weil es in vielen Ländern grundsätzlich verboten ist.

Der Erwerb, Besitz, Verkauf sowie Anbau von Cannabis als Genussmittel ist in Deutschland bislang gesetzeswidrig. Seit 2017 ist jedoch sowohl der Konsum von medizinischem Cannabis als auch von CBD-Produkten mit einer geringen Menge THC legal, diese muss dabei weniger als 0,2% betragen, und gilt somit seit November 2020 als zulässig.

Cannabis – Freigabe als Heilmittel

Durch die Herabstufung von Cannabis durch die WHO könnten weitere globale Lockerungen folgen. „Die Neubewertung könnte Folgen haben: Hanf wird nicht nur als Heilmittel, sondern wohl über kurz oder lang wie in Kanada oder Uruguay auch als Genussmittel freigegeben werden.“, heißt es in einem Artikel der SZ.

Das Alchemy Flagschip kombiniert Hightech- mit natürlichen Materialien. Dabei entsteht ein gehobenes Ambiente, das sich wie ein Besuch eines High-Fashion-Haus oder einer zeitgenössische Design-Boutique anfühlt.

Laden als Labor und Genusstempel

„Für uns ist der Laden irgendwo zwischen einem Labor und einem Genusstempel angesiedelt“, sagt Paolo Ferrari über den apothekenähnlichen Raum und beschriebt ihn als „heitere Umgebung mit energetischen Ausbrüchen.“ Es ginge ihm dabei auch um Eskapismus und das Erleben auf einer anderen Ebene.

Die multisensorische Reise beginnt im Eingangsbereich, wo die Kunden um eine üppige Pflanzeninstallation herum Schlange stehen. In den umliegenden Wänden sind kleine digitale Bildschirme eingelassen, die kaleidoskopische Bilder zeigen und als voyeuristische Entdeckungspunkte für die Gäste dienen, die sie während des Wartens erkunden können.

Entspanntes Einkaufserlebnis

Im Hauptraum mischen sich warme und kühle Töne, um die Sinne zu beruhigen und ein entspanntes Einkaufserlebnis zu schaffen. Überall koexistieren Weiche und starke Geometrien. Zum Beispiel steht ein weiß gekalkter Eschenholztisch in scharfem Kontrast zu utilitaristischen Corian-Armaturen und einer Aluminiumdecke. Neutrale Gipswände erscheinen neben bunten, gesättigten Öko-Harz-Oberflächen, die auf die ausgestellten Verpackungen der Marke Alchemy verweisen.

Cannabis-Schnüffelgläser

Es gibt einige Besonderheiten im Laden, unter anderem speziell angefertigte Cannabis-Schnüffelgläser, die Produktbeschreibungen auf einem Bildschirm anzeigen, sobald Kunden mit ihnen interagieren. Darüber hinaus ist der aus massivem Aluminium gefertigte, hochtechnische Self-Checkout-Tisch mit speziellen Rädern ausgestattet, die es ihm ermöglichen, auf einer im Boden eingelassenen Aluminiumschiene durch den Raum zu gleiten.

Wenn die Kunden den Zubehörraum betreten, erleben sie eine Art filmische David-Lynch-Ästhetik. Dieser schillernde Raum hat verspiegelte, rostfreie Decken, Teppichböden, gewellte Wände aus leuchtend orangefarbenem, geformtem Öko-Harz und Produkte, die vor einem alleinstehendem, hintergrundbeleuchteten Regal ausgestellt sind.

Am Ende ihrer Reise betreten die Kunden den Kassenbereich, in dem natürliche Terrakotta-Ziegel, Aluminiumwände, Terrazzoböden und eine hell erleuchtete Decke im Mittelpunkt stehen. Zudem zeigen große, hängende Bildschirme künstlerische Darstellungen. Die zahlenden Kunden können durch einen kleinen Aluminiumschlitz sehen, wie ihre Bestellungen von den Mitarbeitern im Hintergrund zusammengestellt werden.

Ein architektonisches Fest der Sinne

„Die besten Einzelhandelsgeschäfte zelebrieren das Einkaufen und präsentieren hochgradig durchdachte und multisensorische Umgebungen“, sagt Paolo Ferrari und ergänzt: „Wenn ein Einzelhändler das Privileg verdient, dass ein Kunde von seiner Online-Plattform in einen physischen Verkaufsraum tritt, sollte dieser Raum ein Fest der Sinne bieten.“ Das unkonventionelle Flagship von Alchemy bietet genau das: ein architektonisches Fest für die Sinne.

CEO und Gründer von Alchemy, Richard Browne schuf diesen Retailer, um die Branche neu zu definieren, um zu zeigen, wofür Cannabis verwendet wird und was es für den normalen Konsumenten bedeutet. „Unser Ziel ist es, nicht nur Alchemy für den Aficionado zu schaffen, was uns sehr wichtig ist, sondern auch die breite Öffentlichkeit über die Vorteile dieser unglaublichen Erfahrung zu informieren und wie sie für jeden Einzelnen angepasst werden kann“, sagt Richard Browne und fügt hinzu: „Unser Laden optimiert das Einzelhandelserlebnis wie kein anderer. Es geht nicht nur lediglich um eine Sache, die uns besser macht – es geht um viele kleine Richtungen, die das Erlebnis maximieren.“

 

www.paoloferrari.com

www.alchemycannaco.com

Fotocredits: Joel Esposito www.joelesposito.com

HL