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31.12.202

2021 erstmals mehr als 60 Prozent aller adidas-Produkte mit nachhaltigen Materialien

Vom Fußballtrikot aus recyceltem Polyester bis zum veganen Kult-Sneaker Stan Smith – 2021 enthalten mehr als 60 Prozent aller Produkte im adidas Sortiment nachhaltige Materialien. Das bedeutet, dass sie zum Beispiel mit recyceltem Polyester hergestellt werden oder aus nachhaltig angebauter Baumwolle bestehen. Damit nähert sich adidas seinem großen Ziel: Einer Welt ohne Plastikmüll. Ab dem Jahr 2024 wird adidas nur noch recycelten Polyester verarbeiten; bereits seit 2018 setzt das Unternehmen ausschließlich auf nachhaltige Baumwolle.

„Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie von adidas. Wir haben auch während der Corona-Pandemie weiter in Nachhaltigkeit investiert und werden 2021 unser Sortiment an nachhaltigen Produkten deutlich ausbauen. Dafür haben wir beispielsweise gemeinsam mit unseren Zulieferern die Strukturen erst geschaffen, die eine Verarbeitung recycelter Materialien im großen Stil ermöglichen. Unser Engagement macht nicht nur adidas nachhaltiger, sondern treibt die Entwicklung der gesamten Branche voran“, sagte Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von adidas.

Die Nachhaltigkeitsstrategie von adidas im Überblick:

  • Im Jahr 2021 verarbeitet adidas erstmals mehr als 60 Prozent recycelten Polyester in seinen Produkten. Ab 2024 wird adidas nur noch recycelten Polyester verwenden.
  • Seit 2015 besteht die Kooperation zwischen adidas und der Umweltschutzorganisation ‚Parley for the Oceans‘. Im Jahr 2021 wird adidas 17 Millionen Paar Schuhe mit recycelten Plastikabfällen von Stränden und aus Küstenregionen herstellen, nach mehr als 15 Millionen in 2020.
  • adidas erweitert kontinuierlich das Angebot veganer Produkte und verzichtet komplett auf Pelze.
  • Gemeinsam mit Partnern entwickelt adidas ein pflanzliches Leder, recycelte Baumwolle sowie einen besonders klimafreundlichen Laufschuh.
  • Mit seinen Zulieferern arbeitet adidas daran, Klimaneutralität bis 2050 weltweit und in der kompletten Lieferkette zu erreichen.
  • Unternehmenseigene Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von inzwischen 1,4 Megawatt liefern grünen Strom. Insgesamt konnten die CO2-Emissionen der Unternehmensstandorte gegenüber 2015 um mehr als 50 Prozent reduziert werden.
  • Nachhaltigkeit auch für Investoren: adidas hat die erste Anleihe für Nachhaltigkeitsprojekte platziert.

adidas kooperiert mit ‚Parley for the Oceans‘ zum Schutz der Ozeane

Im Jahr 2015 hat adidas vor den Vereinten Nationen in New York gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation ‚Parley for the Oceans‘ den ersten Schuh aus ‚Parley Ocean Plastic‘ vorgestellt. Seitdem hat adidas viele Millionen Paar solcher Schuhe mit recyceltem Plastikabfall von Stränden und aus Küstenregionen produziert. Allein im Jahr 2020 haben adidas und Parley im Rahmen dieser Kooperation knapp 7.000 Tonnen Plastikmüll eingesammelt – das entspricht rechnerisch rund 350 Millionen Plastikflaschen*. Damit wird adidas unter anderem rund 17 Millionen Paar Schuhe für das kommende Jahr 2021 produzieren. Mehr als 15 Millionen Paar Schuhen waren es 2020.

*Grundannahme: Durchschnittlich 20 Gramm pro PET-Flasche

adidas erweitert Recyclinganteil bei Polyester auf über 60 Prozent

Über die Parley-Produkte hinaus kommen bei adidas immer mehr recycelte Materialien in der gesamten Produktpalette zum Einsatz. Der Anteil von recyceltem Polyester liegt inzwischen bei über 60 Prozent. Die im vergangenen Jahr 2020 eingeführten ‚Primeblue‘- und ‚Primegreen‘-Label kennzeichnen Produkte, in denen recycelte Materialien stecken. Sie vermeiden Müll und schonen die natürlichen Ressourcen, bieten aber gleichzeitig die volle Funktionalität und Haltbarkeit für den Einsatz beim Sport.

Die adidas Designer rücken die spätere Wiederverwertbarkeit bereits bei der Produktentwicklung in den Fokus: Der im Oktober 2020 erstmals an interessierte Konsumenten verloste Laufschuh ‚Ultraboost DNA Loop‘ besteht von der Sohle bis zum Schnürsenkel aus einem einzigen Material und wird ohne Klebstoff verschweißt. Der Schuh kann am Ende seiner Lebenszeit komplett geschreddert und wiederverwendet werden. Im Frühjahr 2021 bringt adidas das Nachfolgemodell in einer größeren Stückzahl in den Handel.

Auch im Bereich Baumwolle beteiligt sich adidas an der Entwicklung recycelter Materialien. Das Ziel einer Forschungskooperation mit dem finnischen Start-up ‚Infinited Fiber‘ und weiteren Partnern ist die Entwicklung eines Prozesses zur Herstellung eines baumwoll-artigen Materials aus Altkleidern.

Vegane Produkte leisten Beitrag zum Tierschutz

Nachhaltigkeit bedeutet für adidas neben weniger Plastik auch weniger tierische Materialien. Im vergangenen Jahr 2020 hat adidas vegane Varianten zahlreicher Klassiker wie den adidas Stan Smith auf den Markt gebracht, die in Kürze zu Bestsellern avancierten. Im kommenden Jahr 2021 wird adidas Neuland beschreiten und erstmals einen rein biologischen Lederersatz aus Pilzmyzel für einen Schuh verarbeiten, den das Unternehmen gemeinsam mit Partnern entwickelt. adidas hat sich zudem gegenüber der Tierschutzorganisation ‚Vier Pfoten‘ verpflichtet, vollständig auf die Nutzung von Pelzen in seinen Produkten zu verzichten.

Auch bei Reebok gibt es immer mehr nachhaltige Produkte. So besteht der Laufschuh Forever Floatride GROW aus natürlichen Materialien wie Algen, Eukalyptuspflanzen und Naturkautschuk. Mit dem Cotton + Corn hat die Marke bereits seit 2018 einen Schuh aus pflanzlichen Rohstoffen im Angebot.

Umwelt- und Klimaschutz

Gemeinsam mit dem Schuhhersteller Allbirds hat sich adidas das Ziel gesetzt, den klimafreundlichsten Sportschuh weltweit zu entwickeln. Dafür sollen neben wiederverwendbaren Materialien auch erneuerbare Energien bei Fertigung und Transport zum Einsatz kommen.

adidas betreibt an seinen Standorten eigene Anlagen zur umweltfreundlichen Energieerzeugung. Neben mehreren Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung von zusammen rund 1,4 Megawatt betreibt das Unternehmen am Hauptsitz in Herzogenaurach eine moderne Anlage zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung. Im Logistikzentrum im niedersächsischen Rieste erfolgt die Wärmeversorgung über Biomasse. Insgesamt konnten die CO2-Emissionen der Unternehmensstandorte gegenüber 2015 um mehr als 50 Prozent reduziert werden.

adidas arbeitet eng mit seinen Zulieferern zusammen, um Klima- und Umweltschutz auch bei den Partnern in der Lieferkette umzusetzen. Weniger CO2-Emissionen, geringerer Wasserverbrauch und den Erhalt einer intakten Umwelt, darum geht es in zahlreichen Projekten mit Zulieferern. adidas setzt eigene Standards, die oft weit über die rechtlichen Vorgaben an den Fertigungsstandorten hinausgehen. Seit dem vergangenen Jahr hat sich adidas zudem zu sogenannten wissenschaftsbasierten Klimazielen (‚Science-based Targets‘) verpflichtet und lässt seine Klimaziele in diesem Rahmen von externen unabhängigen Partnern bewerten. Das Ziel: Klimaneutralität im Jahr 2050, weltweit und bei allen Zulieferern.

Fairness auch in schwierigen Zeiten

Die Corona-Pandemie stellt auch die Zulieferer vor Herausforderungen. adidas bleibt ein verlässlicher Partner, steht zu allen Vereinbarungen und unterstützt die Hersteller beispielsweise mit Know-how bei der Umsetzung verstärkter Hygienemaßnahmen. Die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten behält eine hohe Priorität. Entsprechend stuft der renommierte ‚Corporate Human Rights Benchmark‘ adidas im November 2020 als weltweit bestes Unternehmen der Bekleidungsindustrie bei der Sicherung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten in der Lieferkette ein.

Nachhaltige Angebote für Investoren

Nachhaltigkeit gewinnt auch für Investoren zunehmend an Bedeutung: Entsprechend war die erste Nachhaltigkeitsanleihe von adidas im September 2020 über 500 Millionen Euro fünffach überzeichnet. Der Erlös steht unter anderem für die Beschaffung recycelter Materialien, Investitionen in die Erzeugung erneuerbarer Energien sowie die Förderung unterrepräsentierter Communities zur Verfügung.

 

Quelle: adidas

Beitragsbild: adidas Stan Smith Sneakers im London Originals Flagship Store

Fotos: adidas